Neue Hirnforschungs-Studie widerspricht Gender-Mainstreaming

07.12.2013 |  Von  |  Allgemein, Gesellschaft
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Neue Hirnforschungs-Studie widerspricht Gender-Mainstreaming
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Geschlechterunterschiede seien nur anerzogen, behaupten die Verfechter des Gender Mainstreamings. Eine Studie von Hirnforschern der Universität von Pennsylvania widerspricht dieser Sicht nun ganz massiv.

Ihr zufolge gibt es sehr wohl Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die über die primären Geschlechtsmerkmale hinausreichen. Der Erlanger Hirnforscher Prof. Manfred Spreng erklärt, was die Studienergebnisse für die Glaubwürdigkeit des Gender Mainstreamings bedeuten.


Die US-Wissenschaftler untersuchten die Differenzen in den Gehirnaktivitäten von Männern und Frauen. Ihr Ergebnis: Die beiden Geschlechter „ticken“ unterschiedlich. Männliche Gehirne weisen mehr Nervenbahnen pro Hirnhälfte auf, während bei weiblichen Hirnen die Verbindung zwischen den beiden Hemisphären, der sogenannte Balken, stärker ausgeprägt ist.

Unterschiedliche Hirnstruktur

Das Team von Madhura Ingalhalikar untersuchte 949 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Ihre Methode bestand darin, Wassermoleküle im Gehirn zu „tracken“, um so Aufschlüsse über Zahl, Verlauf und Länge von Nervenfasern zu erhalten. Männerhirne scheinen für die Kommunikation innerhalb einer Hirnhemisphäre optimiert zu sein, während weibliche Gehirne einen besseren Informationsaustausch zwischen den beiden Hirnhälften aufweisen. Möglicherweise decken sich die Erkenntnisse der aktuellen Studie mit denen einer früheren, die aus dem Verhalten von Männern und Frauen die altbekannten Klischees bestätigt hatte: Frauen können besser zuhören, haben ein höheres soziales Einfühlungsvermögen und können sich Gesichter besser merken. Männer hingegen tun sich mit der Orientierung im Raum und der Koordination von Bewegungen leichter.


Hirne von Männern und Frauen funktionieren einfach leicht unterschiedlich - das zeigen aktuelle Forschungen.

Hirne von Männern und Frauen funktionieren einfach leicht unterschiedlich – das zeigen aktuelle Forschungen(Bild: © Sangoiri – Fotolia.com)


Manfred Spreng ist von den Ergebnissen nicht überrascht. Wie er sähen auch andere Neurowissenschaftler in aller Welt klar die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, trauten sich aber angesichts der aggressiven Medienpräsenz der Genderisten nicht, ihre Meinung kundzutun. Laut Spreng ist es jedoch höchste Zeit, den Gender-Theorien ein echtes wissenschaftliches Gegengewicht zu bieten. Den hohen Anteil depressiv erkrankter Mädchen in Schweden sieht er beispielsweise der dortigen konsequenten Gender-Erziehung geschuldet. Der Gender-Gedanke geht davon aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht (engl. sex) noch ein soziales Geschlecht (engl. gender) besitzt, welches anerzogen wurde. Dabei präge gerade Letzteres die Persönlichkeit besonders, so die Gender-Ideologen. Ihre Schlussfolgerung: Was anerzogen wurde, kann und sollte auch umerzogen werden.

Hintergrund: Gender Mainstreaming
In unserem Hintergrundartikel berichten wir über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zu gender-relevanten Themen.

Gender Mainstreaming schädigt das Gehirn

Gender Mainstreaming geht noch weiter und möchte die oben beschriebene Sicht zum allgemeingültigen Leitmassstab in der Pädagogik, Wissenschaft und Jurisdiktion machen. Spreng warnt allerdings vor einer „Vergewaltigung“ der Identität junger Menschen. Bestehende Unterschiede, so der emeritierte Professor, könne man nicht einfach wegdiskutieren. Besonders Mädchen und junge Frauen litten unter dem Verlust ihrer weiblichen Identität, da sie plötzlich gezwungen würden etwas „Männliches“ in ihnen zu entdecken, das gar nicht da sei. Spreng selbst brachte im Januar 2014 ein Buch mit dem Titel „Vergewaltigung der sexuellen Identität“ heraus. Darin beschreibt er zahlreiche neurophysiologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern und geht dabei auch auf die besondere Gefährdung der Gehirnentwicklung von Kindern durch Gender-Mainstreaming-Aktivitäten ein.

Dem Gender Mainstreaming wurde durch die US-Studie ein weiterer Tiefschlag verpasst. Es wäre nicht der erste, aber bisher haben die Genderisten vor allem eines bewiesen: Resistenz gegen wissenschaftliche Argumente. Nicht wenige Wissenschaftler sprechen deshalb dem Gender Mainstreaming den Status einer wissenschaftlichen Theorie ab. Sie halten es schlichtweg für eine Ideologie, die ungeachtet gegenteiliger Erkenntnisse an ihren Zielen festhält. Ein Blick in Geschichte sollte uns lehren, welches Gefahrenpotenzial in solchen Ideologien steckt.

 

Titelbild: Rike / pixelio.de

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25 Kommentare


  1. . . . während bei weiblichen Hirnen die Verbindung (Brücke) zwischen den beiden Hemisphären . . .

    Die richtige Bezeichnung für die Verbindung der beiden Hemisphären ist „der Balken“ ! ! !

    Die Brücke ist eine andere Struktur im Gehirn, zwischen Groß- und Kleinhirn.

    Was sind dies für Hinforscher die diese Bezeichnungen nicht richtig verwenden können ?

    • Aaron Schmidt

      Sorry, mein Fehler. Natürlich muss es „Balken“ heissen. Habe es jetzt korrigiert.

      Danke für den Hinweis!

    • oooh! eine Bezeichnung falsch! So sind sie, diese Möchtegerngenderfanatiker. Bei jedem Pups gleich Losbrüllen!

    • Ich einfach unverbesserlich

      Also hättest du es richtig gelesen, wäre dir auf gefallen dass, das oben steht

      … während bei weiblichen Hirnen die Verbindung (Balken) zwischen den beiden Hemisphären stärker ausgeprägt ist.

    • Wer lesen kann ist klar im Vorteil „Willi Mitreden“

      Im Text steht genau folgendes:

      „während bei weiblichen Hirnen die Verbindung (Balken) zwischen den beiden Hemisphären stärker ausgeprägt ist.“

    • WilliMitreden--alles klar

      … was sind dies für Kommentatoren, die die Kommasetzung nicht richtig beherrschen, aber meinen, andere wegen ihres unsauberen Ausdrucks korrigieren zu müssen?

      Ausserdem hätten Sie sich denken können, dass das höchstwahrscheinlich ein Übersetzungsfehler seitens des „Journalisten“ war. Ich bin mir leider sicher, dass Sie vorher nicht überprüft haben, welche Termini der im Artikel genannte Wissenschaftler verwendet, richtig? Hauptsache was gesagt haben…

  2. Ein Link zur Originalpublikation wäre schön 🙂

  3. In dem Artikel wird sowohl die Aussage der Studie als auch der Begriff „Gender Mainstreaming“ falsch gedeutet. Ohne hier ins Detail gehen zu moechten, wuerde ich empfehlen, hier nochmal genauer hinzuschauen… Sonst muesste die hier an der Genderforschung angesetzte Kritik der unwissenschaftlichkeit/Ideologie an den Autor zurueckgeben werden…

    • Hallo Christoph,

      du musst aber bitte ins Detail gehen. Habe nämlich keine Ahnung, warum ich den Begriff „Gender Mainstreaming“ oder die Studie falsch gedeutet haben soll. Vielleicht kannst du mir da helfen, einen massiven Irrtum aufzuklären.

      Ich habe mich aber eigentlich gut abgesichert, da einige grössere Medien über die Studie in gleicher Weise berichtet haben. Ausserdem bin ich mir wohl bewusst, dass die Gender-Idee verschiedene Nuancen und Schattierungen hat und einige ihrer Vertreter biologische Unterschiede zwischen männlich und weiblich nicht leugnen würden. Viele tun es aber schon bzw. schreiben diese der Sozialisation zu. Die vorliegende Studie (und einige andere, die ich im Hintergrund-Artikel erwähne) deuten jedoch stark darauf hin, dass schon sehr früh in der Schwangerschaft – bevor irgend eine SOzialisation einsetzen kann, ja z.T. bevor die Mutter überhaupt wissen kann, welches Geschlecht ihr Kind hat – die Grundlagen für „männlich“ bzw. „weiblich“ gelegt werden.

      Also, bin gespannt ob noch was kommt von dir!

  4. Och komm, „Gast 2“, ist das echt so schwer? Kurz nach dem im Text genannten Namen des US-Hirnforschers gegoogelt, gleich an zweiter Stelle. Hier geht es zum Artikel.

    Gern geschehen. Und demnächst googlest Du selbst, ok?

  5. Die anwendung der gender theorie bedeutet für eine frau eben genau nicht
    ‚Etwas männliches an sich entdecken‘
    geht es nicht viel mehr darum diese klassifizierungen hinter sich zu lassen, weil diese erst eine solche realität kreieren?

    • Laut der offiziellen Definition von Gender Mainstreaming (http://www.un.org/womenwatch/osagi/gendermainstreaming.htm) geht es nicht um die Abschaffung der Klassifikationen „männlich“ und „weiblich“, sondern um die Gleichstellung der Geschlechter.

      Gleichwohl kommt mir diese Deklaration unehrlich vor, weil sie nicht erklärt warum der Begriff „gender“ so stark betont wird und man sich nicht einfach auf die Aufhebung der Ungerechtigkeiten zwischen den „sexes“ fokussiert.

      In jedem Fall fällt es schwer, in verständlichen Worten deutlich zu machen, warum Gender Mainstreaming so wild darauf ist, schwangere Frauen an Maschinen sitzen zu sehen (siehe Link oben). Im Bewusstsein der Trennunschärfe des Begriffs habe ich „männlich“ deswegen auch in Anführungszeichen gesetzt.

  6. „Geschlechterunterschiede seien nur anerzogen, behaupten die Verfechter des Gender Mainstreamings“

    Ich weiß nicht, welche Personengruppe diese „Verfechter des Gender Mainstreamings“ genau sind und was diese Personen in welchen Zusammenhängen gesagt haben. Daß Geschlechterunterschiede nur anerzogen sind, ist eine Kernannahme diverser heute dominierender Feminismusvarianten bzw. feministischer Theorien. Aus dieser Kernannahme folgt, daß man Geschlechterunterschiede auch reduzieren oder komplett beseitigen kann.

    Wenn man sich nun gängige Definitionen von „Gender Mainstreaming“ ansieht, dann stehen diese in krassem Gegensatz zu dieser Kernannahme: Geschlechterunterschiede dürfen nämlich nicht reduziert werden (was viel einfacher wäre), sondern werden im Gegenteil sogar betont und damit verstärkt. Mehr Details dazu hier: http://maninthmiddle.blogspot.de/p/gender-mainstreaming.html#widerspruch

  7. Natürlich sind Frauen und Männer unterschiedlich! Gendermainstreaming bedeutet lediglich, dass sie die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben können.
    Aber klar, es muss provoziert werden, um gelesen zu werden.

    • Hallo Curly sue,

      nach offizieller Definition bedeutet es wirklich „nur“ Gleichberechtigung von Männern und Frauen.
      Sieht man sich jedoch die darin verwendeten Begriffe genauer an, stösst man auf ein heilloses Definitions-Chaos. Z.B. bräuchte man für die Willenserklärung zur Beseitigung von Geschlechterdiskriminierungen den Begriff „gender“ gar nicht.

      Es liegt also die Vermutung nahe, dass mit Gender Mainstreaming letztlich andere Ziele verfolgt werden als nur die (zu begrüssende) Gleichberechtigung von Männern und Frauen.

      • Lieber Alin,
        1. Frauen und Männer wegen unterschiedlicher Gehirne unterschiedlich zu behandeln ist oder wäre genauso diskriminierend, wie dies wegen ihrer unterschiedlichen Körper zu tun.
        2. Es reicht nicht, sich in „den Medien“, die den herrschenden Diskurs wiedergeben, über das Thema zu informieren, sondern um ein „wissenschaftsfähiges“ Wissen zu entwickeln, muss die entsprechende Literatur gelesen werden.
        3. Der Begriff „Gender“ hat inzwischen eine etwa 50jährige wissenschaftliche Geschichte. Sie hat damit zu tun, dass begriffen wurde (z.B. Transvestiten), dass der geschlechtliche Körper und gewisse ihm zugesprochene Eigenschaften nicht automatisch zusammengehören und z.B. geschichtlich oder kulturell enorm variieren.
        4. Ist das Mann-Frau-Verhältnis ein seit Jahrtausenden währendes asymmetrisches Verhältnis, sodass mit der Behauptungen von Unterschieden IMMER auch implizit Herrschaftsverhältnisse wieder festgeschrieben werden.
        5. Gehirne werden erforscht, wenn sich etwa zwei Jahrzehnte gesellschaftlich Prägung in ihnen abbilden.
        6.Was z.B ein dickerer Balken wirklich bedeutet, weiß kein Mensch; die Unterschiede werden also entprechend der bestehenden Vorurteile über die Geschlechter interpretiert: Frauen emotionaler, Männer analytischer, also Frauen weniger geeignet für technische Berufe, also Frauen schlechtere Verdienstmöglichkeiten….got it?
        Zum Anfang empfehle ich Pierre Bourdieu: die männliche Herrschaft. Gruss.

        • Liebe Stefanie,

          danke für deinen Beitrag.

          1. Frauen und Männer wegen unterschiedlicher Gehirne unterschiedlich zu behandeln ist oder wäre genauso diskriminierend, wie dies wegen ihrer unterschiedlichen Körper zu tun.

          Wieso diskriminierend? Diskriminierend wäre es nur dann, wenn die unterschiedliche Behandlung mit Chancenungleichheit einhergehen würde. Ich kann aber nicht sehen, warum spezifische Behandlung gemäss individueller Beschaffenheit eine Diskriminierung darstellen soll. In der Schule z.B. fordern Pädagogen schon seit einigen Jahren mehr individuelle Förderung und sogar ein besseres Eingehen auf Jungen, die durch so manche Unterrichtsmethodik benachteiligt werden.

          2. Es reicht nicht, sich in “den Medien”, die den herrschenden Diskurs wiedergeben, über das Thema zu informieren, sondern um ein “wissenschaftsfähiges” Wissen zu entwickeln, muss die entsprechende Literatur gelesen werden.

          Genau aus diesem Grund habe ich ja auch über eine wissenschaftliche Studie geschrieben.

          3. Der Begriff “Gender” hat inzwischen eine etwa 50jährige wissenschaftliche Geschichte. Sie hat damit zu tun, dass begriffen wurde (z.B. Transvestiten), dass der geschlechtliche Körper und gewisse ihm zugesprochene Eigenschaften nicht automatisch zusammengehören und z.B. geschichtlich oder kulturell enorm variieren.

          Das ist unbestritten. In dem von dir genannten Sinne ist „Gender“ deskriptiv, beschreibt also bestehende Wirklichkeiten. In letzter Zeit jedoch nimmt er eine immer stärkere normative Dimension an, obwohl die verschiedenen Begrifflichkeiten selten sauber getrennt werden und den meisten Menschen gar nicht klar sind.

          4. Ist das Mann-Frau-Verhältnis ein seit Jahrtausenden währendes asymmetrisches Verhältnis, sodass mit der Behauptungen von Unterschieden IMMER auch implizit Herrschaftsverhältnisse wieder festgeschrieben werden.

          Dass das Mann-Frau-Verhältnis in der Vergangenheit asymmetrisch war, steht ausser Frage. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass diese Asymmetrie nie aufhören wird. Übrigens nicht immer nur zugunsten des männlichen Geschlechts. In unseren Schulsystemen werden meist – systemimmanent – die Mädchen bevorzugt. Aber auch hier kann ich nicht sehen, dass mit (tatsächlichen biologischen) Unterschieden immer Herrschaftsverhältnisse einhergehen müssen. Wäre es eventuell sogar möglich, die erforschten Unterschiede zum Wohle der beiden Geschlechter anzuwenden!?
          Ich weiss schon, zwischen Ideal und Praxis besteht immer ein grosser Unterschied. Aber wo wir schon beim Thema Herrschaftsverhältnisse sind: Momentan habe ich den Eindruck, dass eine Minderheit aus meist links gerichteten Feministinnen bzw. Genderistinnen das öffentliche Meinungsbild in unausgewogener Weise beherrscht.

          5. Gehirne werden erforscht, wenn sich etwa zwei Jahrzehnte gesellschaftlich Prägung in ihnen abbilden.

          Es gibt auch Studien, die die Gehirnentwicklung sehr junger Embryonen untersuchen. Siehe Hintergrundartikel.

          6.Was z.B ein dickerer Balken wirklich bedeutet, weiß kein Mensch; die Unterschiede werden also entprechend der bestehenden Vorurteile über die Geschlechter interpretiert: Frauen emotionaler, Männer analytischer, also Frauen weniger geeignet für technische Berufe, also Frauen schlechtere Verdienstmöglichkeiten….got it?
          Zum Anfang empfehle ich Pierre Bourdieu: die männliche Herrschaft. Gruss.

          Zugegeben: Die vorliegend beschrieben Studie braucht noch viel weitere Forschung. Was aber, wenn sich die von dir genannten „Vorurteile“ bestätigen? Dass Frauen tatsächlich biologisch bedingt (und nicht aufgrund von Sozialisation) emotional klüger und Männer rationaler sind? Dass Frauen sich besser in sozialen Matrizen zurechtfinden, Männer dagegen in physikalischen Räumen?
          Wäre es dann ein Diktat der herrschenden Klasse, dass Frauen (in der Regel) in sozialen Berufen besser aufgehoben sind und Männer in technischen?
          Natürlich gibt es immer Ausnahmen, und auch die müsste eine verantwortungsvolle Politik und Ethik entsprechend berücksichtigen.

  8. Gerhard E. Kunkel

    …Schlussfolgerung: Was anerzogen wurde, kann und sollte auch umerzogen werden….

    Das kann doch nicht ernst gemeint sein?
    Steht das im Originaltext der Studie oder sollte das ein Kommentar von … sein?
    Erziehen wir also wieder Lesben und Schwule um und wenn das doch nicht funktionieren sollte …

    • Klarstellung: Ich persönlich bin der Meinung, dass niemand hinsichtlich seiner Geschlechtsidentität umerzogen werden sollte oder darf.
      Der Punkt ist doch, wenn man das soziale Geschlecht (gender) zu Ungunsten des biologischen (sex) überbetont, öffnet man Tür und Tor für Manipulation (umgekehrt gilt das natürlich auch). Homosexuelle umzuerziehen, ist gewiss nicht die Schlagrichtung von Gender Mainstreaming. Heterosexuelle in ihrer Identität zu erschüttern und zu verunsichern, scheint die Politik vielerorts zumindest billigend in Kauf zu nehmen – man sehe sich nur den rot-grünen Bildungsplan in Baden-Württemberg an.

      Vielleicht ist „Umerziehung“ (noch) ein zu starkes Wort – warten wir aber mal ab, was in ein paar Jahren unsere Kinder in der Schule zu hören bekommen…

  9. Lieber Alin,
    nochmal: Du gehst davon aus, dass das biologische Geschlecht als uninterpretiertes existiert. Das ist falsch. In die Art, wie Geschlecht gesehen wird, gehen immer Zeitgeist und, wie gesagt, Machtstrukturen mit ein. Menschen wissen nicht, wie sie ohne Sozialisation wären, weil es vor der Sozialisation kein Denken gibt. Hierzu Butler: Das Unbahagen der Geschlechter.
    Dass der Genderbegriff problematisch ist, hat nichts mit Unwissenschaftlichkeit zu tun. Quantenphysik ist auch problematisch. Eine Trennung von Körper und anderen irgendwie psychischen Eigenschaften ist immer eine Konstruktion, aber in diesem Fall eine nützliche.
    Niemand, auch nicht das Gender-Mainstreaming, behauptet, dass Frauen und Männer biol. gleich seien. Das wäre Idiotie. Deshalb heißt es ja auch Gender und nicht Sex-Mainstreaming.Und: die Leute, die diese TExte machen, sind auch nicht unbedingt vom Fach, sondern Juristen etc., die sich um Chancengleichheit bemühen.

  10. Gender-Mainstreaming beruht wie Feminismus auf falschen Annahmen, die wissenschaftlich widerlegt sind. Die Geschlechter sind nicht nur biologisch verschieden, wobei unterschiedliche Gehirne nur eine Nebenerscheinung gegenüber zentralen evolutionären Differenzen sind – sondern es gibt auch eine angeborene natürliche Veranlagung zur Kultur (wie zur Sprache), die auch kulturelle Differenzen notwendig macht, damit es Tausch und Gegenseitigkeit geben kann. Wissenschaftliche Nachweise:
    http://www.nexx-verlag.de/?product=kultur-und-geschlecht-feminismus-grosser-irrtum-schwere-Folgen
    Gender-Mainstreaming richtet weltweit schwere Schäden an, siehe „Die Genderung der Welt“
    http://www.aavaa.de/sachbuch/Die-Genderung-der-Welt
    Feministische und Gender- Forschung sind von ihrer Methodik her unwissenschaftlich, ja anti-wissenschaftlich, subjektiv, emotional, parteiisch und unsachlich, wie dieses Buch aus feministischen Quellen heraus beweist:
    http://www.amazon.de/s/url=search-alias%3Ddigital-text&field-keywords=Deichmohle+Ideologiekritik+Feminismus+Mann
    Solche Argumente, Fakten und Beweise wurden von etablierten Medien jahrzehntelang verschwiegen, weshalb es nötig ist, darauf in Kommentaren wie diesen hinzuweisen. Ich bitte daher um Nachsicht. Bei weniger einhelliger Einseitigkeit der Medien wäre es nicht nötig, im Kommentarbereich auf verschwiegene Argumente und Bücher hinzweisen. Ich bitte um Nachsicht und Freischaltung, da dies die einzige Möglichkeit ist, eine stille Form der Zensur zu umgehen.

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