Make-up unter ethischen Gesichtspunkten

03.11.2014 |  Von  |  Konsum
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Für Frauen sind Kosmetikartikel Teil der täglichen Routine. Ein Problem stellen die Tierversuche dar, die künstlichen Zusätze und tierischen Zugaben. Viele Frauen wünschen sich Produkte, die ohne all das auskommen.

Das führt dazu, dass viele Frauen regelmässig verunsichert vor dem Kosmetikregal stehen und sich fragen, was die einzelnen Gütesiegel eigentlich versprechen, was die Produkte beinhalten, die sie dort sehen.

Wer sich näher mit den Siegeln beschäftigt, kann seine Kosmetikartikel den eigenen Vorstellungen und dem individuellen Bedarf aber gut anpassen.

Naturkosmetik

Immer mehr Menschen wünschen sich Pflegeartikel, die ohne künstliche Wirkstoffe auskommen, stattdessen mit pflanzlichen Alternativen ausgestattet sind und Bio-Siegel tragen. Chemikalien oder synthetische Stoffe mag man in diesen Produkten nicht mehr. Der Trend geht zur Naturkosmetik – idealerweise kombiniert mit der Bezeichnung „Fair Trade“. So kann die Anwenderin sicher sein, dass sie kontrolliert biologische Produkte bekommt, mit deren Produzenten faire Handelsabkommen geschlossen wurden. Besonders für Allergiker oder Menschen mit empfindlicher Haut eignen sich Naturkosmetik-Produkte. Allerdings sind diese auch nicht besonders lange haltbar. Man sollte also nicht auf Vorrat kaufen.

Tierversuche adé

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurden fast alle Kosmetikartikel zunächst an Tieren getestet, bevor man sie für die Anwendung am Menschen zuliess. Seit 2013, seit einem EU-Beschluss, dürfen keine Produkte mehr verkauft werden, deren Verträglichkeit in Tierversuchen getestet wurde. Der Endverbraucher kann sich allerdings trotzdem nicht sicher sein, ob ein Produkt es wirklich ohne Tierversuche auf den Markt geschafft hat, denn wenn bestimmte Stoffe auch in anderen Produkten vorkommen, dürfen sie weiterhin an Tieren getestet werden. „No Animal Testing“ ist das Siegel, auf das man achten sollte: Es ist ein grüner Button mit Kaninchenohren. Manche Konzerne sind zusätzlich in der Vereinigung „Cruelty Free International“ und setzen sich dort aktiv für den Tierschutz ein. Ist das der Fall, so kann man ebenfalls sicher sein, dass keine Tests an Tieren für deren Produkte stattgefunden haben. Auf Nummer sicher kann man mit veganer Naturkosmetik gehen.


Der Trend geht zur Naturkosmetik. (Bild: © Africa Studio - shutterstock.com)

Der Trend geht zur Naturkosmetik. (Bild: © Africa Studio – shutterstock.com)


Vegane Kosmetikartikel für besondere Ansprüche

Die vegane Ernährung ist auf dem Vormarsch. Man verzichtet dabei nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Honig, Bienenwachs, Milch oder Seidenextrakte – also auf jegliche tierische Produkte. Diese finden allerdings oft auch in der Kosmetikindustrie ihren Einsatz. Aufgrund des Trends muss dafür Ersatz gefunden werden: Den findet man oft in der Naturkosmetik. Aber Vorsicht: Vegane Kosmetik muss nicht immer natürlich sein, auch wenn das häufig der Fall ist.
Insgesamt steckt das Konzept der veganen Kosmetik noch in den Kinderschuhen, aber der in Grün gehaltene Schriftzug „vegan“, der mit einer grünen Blume verziert ist, ist doch schon weit verbreitet. Besonders die Marken Sante, Lavera oder Lash haben einen grossen Teil ihres Sortiments auf diese Bedürfnisse eingestellt.

Kombination

Wer hochwertige Kosmetikprodukte kauft, stellt häufig fest, dass diese nicht nur ein Siegel, sondern gleich mehrere haben: vegane Zusammensetzung, keine Tierversuche, natürliche Zutaten. Auch eine ganze Reihe weiterer Bio-Siegel ist im Umlauf. Wer sich unsicher ist, kann einfach nachfragen.

Fazit

Es sollte selbstverständlich sein, dass Kosmetikprodukte ohne Tierversuche auskommen und jeder sollte Wert darauf legen, dass das auch so ist. Naturkosmetik wiederum ist Geschmackssache. Pflanzliche und künstliche Wirkstoffe sind mittlerweile in puncto Effektivität zwar gleichauf, aber manchmal kann die chemische Alternative sinnvoller sein, so zum Beispiel, wenn es um Sonnenschutzmittel geht, sodass die Haut ideal vor der Sonne geschützt werden kann. Auch wenn es um dekorative Kosmetik geht, kann das natürliche Produkt nicht immer mithalten. Als Beispiel kann man hier die Wimperntusche nennen, die in ihrer natürlichen Version dazu neigt zu bröckeln. Vegane Kosmetik ist besonders für Leute interessant, die sich auch so ernähren. Aber egal, welches Gütesiegel einem persönlich wichtig ist, man handelt auf jeden Fall nachhaltig und vorbildlich.

 

Oberstes Bild: © Syda – shutterstock.com



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