Enthaarung – aktuelle Trends von Natur bis Rasur

16.06.2015 |  Von  |  Allgemein, Gesellschaft
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Körperbehaarung wird nicht selten als störend oder unästhetisch empfunden. Neben der klassischen Rasur sind Präparate zur Enthaarung seit Jahrzehnten gefragt. Vor allem in den anstehenden Sommermonaten wünschen sich viele Frauen eine attraktive Erscheinung im Bikini, wozu die Enthaarung des Scham-Bereichs und der Beine einfach dazugehört.

Eine gezielte Enthaarung diverser Körperregionen verhindert ausserdem das Schwitzen, was nicht nur in der heissen Jahreszeit ein Vorteil ist und glatte Hautpartien zu einem regelrechten Modetrend gemacht hat. Ob ein natürliches Wachstum erlaubt bleibt oder eher eine glatte Optik bevorzugt wird, hängt aber weiterhin vom persönlichen Geschmack ab.

Weniger ist mehr – Trend seit Jahren immer stärker gegeben

In den 1970er und 1980er Jahren stand Körperbehaarung noch nicht zu sehr im Fokus der Kosmetikindustrie, wobei die Entscheidung vielfach von der 68er-Generation und der aufkeimenden Emanzipation beeinflusst war. Viele Frauen entschieden sich bewusst gegen Rasur und Enthaarung, die Natürlichkeit stand im Vordergrund und sollte zu einem freien Lebensgefühl beitragen. Eine Generation später hat sich dieser Trend grundlegend gewandelt. Die Enthaarung zahlreicher Körperzonen wird fast schon als gesellschaftlicher Konsens vorausgesetzt. Neben den Beinen und der Achselpartie der Dame gilt dies auch für den Schambereich. Immer mehr Frauen entschliessen sich zu einer kompletten Enthaarung dieser Körperzone.

Der Trend zu weniger Körperhaar wurde nicht zuletzt von der Kosmetikindustrie forciert. Auch die mediale Verbreitung hat hierzu über das letzte Jahrzehnt erheblich beigetragen. Wie bei allen Modetrends spielt die öffentliche Wahrnehmung und die Verbreitung über Magazine, Fernsehen und das Internet eine wesentliche Rolle. Sich für oder gegen eine radikale Enthaarung zu entscheiden, sollte dennoch ungeachtet medialer Trends erfolgen und den eigenen Vorlieben in Körpergestaltung und Körpergefühl entsprechen.


"Haarige" Typen sind irgendwie männlich. (Bild: © Viorel Sima - shutterstock.com)

„Haarige“ Typen sind irgendwie männlich. (Bild: © Viorel Sima – shutterstock.com)


Entgegengesetzte Entwicklung bei Männern und Frauen

Der aktuelle Trend, dass es bei der Körperbehaarung etwas weniger sein darf, gilt nicht für beide Geschlechter gleichermassen. Bei Männern setzt die Mode- und Kosmetikwelt seit einigen Jahren wieder stärker auf Haarwuchs, wobei dies vorrangig für die Gesichtsbehaarung gilt. Lag vor ein bis zwei Jahrzehnten der klassische Drei-Tage-Bart im Trend, darf es mittlerweile ruhig ein etwas kräftigerer Bartwuchs sein. Auch Brusthaar wird weiterhin von vielen Damen geschätzt und lassen den Mann seinen natürlichen Haarwuchs ausleben. Bei Achsel- und Schamhaar gibt es deutlich weniger gesellschaftliche Vorgaben als bei Damen, junge Männer entscheiden sich dennoch immer häufiger aus eigenem Antrieb für die Enthaarung der Achselzone.

Unabhängig von modischen Trends und Vorlieben ist die Entscheidung für die Enthaarung aus Gründen der Schweissbildung nachvollziehbar. In vielen Fällen löst eine glatt rasierte Haut das Problem nicht entscheidend, da sich der Schweiss auch so auf die Haut legt und zu einem unangenehmen Geruch beitragen kann. Zu einem grösseren Wohlgefühl bei heissen Sommertemperaturen kann die fehlende Körperbehaarung dennoch beitragen und ist einer der praktischen Gründe, warum sich Frauen und Männer für eine Enthaarung entscheiden. Ob dieses Wohlgefühl allerdings eintritt, nur weil das nächste Mode- oder Lifestyle-Magazin dies nahelegt, sollte unbedingt selbst überprüft werden.


Rasierte Beine - bei Frauen Standard. (Bild: © Szekeres Szabolcs - shutterstock.com)

Rasierte Beine – bei Frauen Standard. (Bild: © Szekeres Szabolcs – shutterstock.com)


Bewusster Trend gegen die Enthaarung seit wenigen Jahren gegeben

Egal, wie die eigene Position zur Körperenthaarung ist – eine Verbreitung des Trends durch die Medien der westlichen Welt ist nicht zu leugnen. Genau deshalb hat sich längst eine Gegenbewegung gebildet. Vor allem Frauen möchten sich diesem Modediktat nicht unterwerfen. Nicht zuletzt durch den Roman „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche stehen wieder mehr Frauen zu ihrer Körperbehaarung und lassen bewusst wachsen. Eine solche Gegenentwicklung ist nur zu unterstützen, so lange sie nicht nur aus Prinzip durchgehalten wird und sich die betreffende Frau mit weniger Achsel- oder Schamhaar deutlich besser fühlen würde.

Ein negativer Aspekt ist ausserdem nicht zu verschweigen: die Pflege der rasierten Haut. Unabhängig vom eigenen Hauttyp reagiert die rasierte Oberfläche nicht selten gereizt. Rötungen oder Juckreiz sind leider zu häufig vertraute Begleiter von Enthaarung und Rasur. Dass Pflege- und Kosmetikunternehmen hierfür die passenden Produkte bereithalten, die neben der gewohnten Körperpflege für zusätzliches Geld erworben werden sollen, versteht sich von selbst. Selbiges gilt für das Angebot von Präparaten zur Enthaarung, die in unzähligen Varianten einen besonders schonenden Umgang mit der unterliegenden Hautschicht versprechen. Auch hier heisst es, nicht jedem Werbeversprechen zu vertrauen und sich vor dem Kauf von Enthaarungsmittel und Pflegepräparaten mit diesen auseinanderzusetzen.



Enthaarung und Stoppen des Haarwuches miteinander verbinden

Ob anstehende Sommerferien oder ein immens starker Haarwachstum mit Schweissbildung –neben allen Diskussionen und Trends gibt es gute Gründe, sich für eine Körperenthaarung zu entscheiden. Wer stark unter seiner wuchernden Haarpracht entscheidet, wird mit dem richtigen Produkt zur Enthaarung und einem Haarwuchsstopper als Ergänzung einen wertvollen Beitrag für ein besseres Lebensgefühl leisten. Wie überall in Mode und Kosmetik sollten Damen und Herren allerdings nicht jedem Trend blind folgen, sondern eine ruhige Auseinandersetzung mit der eigenen Körperbehaarung suchen. Häufig ist der natürliche Weg die richtige Wahl, der ohne chemische Präparate möglich wird.

 

Oberstes Bild: © Voyagerix – shutterstock.com



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