Ant-Man – der Held im Kleinformat

29.07.2015 |  Von  |  Film
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Mit Ant-Man startete am 23. Juli 2015 eine neue Verfilmung eines Marvel-Klassikers. Auch wenn der Streifen recht unterhaltsam und für einen netten Kinoabend durchaus kurzweilig ist, so reicht Ant-Man leider nicht an seine Helden-Kollegen von den Avengers heran. 

Mit Ant-Man betritt ein weiterer Held der weltberühmten Marvel-Comics die Filmbühne. Nach Blockbustern wie Ironman, den Avengers, Thor, Captain America und einigen anderen Superhelden soll nun auch Ant-Man zu verdientem Ruhm gelangen. Der Hauptcharakter des Films Scott Lang erhielt sein Debüt in den Marvel-Comics „The Avengers“ Nr. 181 und Marvel Premiere Nr. 47. Beide erschienen im Jahr 1979.

Die Story von Ant-Man

Dr. Hank Pym (Michael Douglas) ist ein anerkannter Biochemiker, dem es möglich ist, mit Insekten zu kommunizieren. Ursache für dieses Phänomen ist ein Experiment, das missglückt ist. Er kreiert einen speziellen Anzug, den sogenannten Ant-Man-Anzug. Mit diesem ist es möglich, auf Knopfdruck auf Ameisengrösse zu schrumpfen. Gleichzeitig setzt dieser Prozess ungeahnte Superkräfte frei.

Der eigentlich rehabilitierte Meisterdieb Scott Lang (Paul Rudd) möchte nach Absitzen seiner Haftstrafe ein ehrbares und geordnetes Leben führen. Kaum aus der Haft entlassen, besucht er seine Tochter Cassie (Abby Ryder Fortson). Langs Exfrau Maggie (Judy Greer) fordert den ausstehenden Unterhalt und drängt Lang dazu, sich einen Job zu suchen. Anderenfalls würde sie ihm nicht mehr erlauben, die Tochter zu sehen. Doch mit ehrlicher Arbeit sind die Rückstände nur schwer zu verdienen. Der ehemalige Zellengenosse Luis (Michael Peña) macht Lang das Angebot, einen Einbruch zu begehen. Ziel ist das Haus von Dr. Hank Pym.

Aus Verzweiflung sagt Lang zu. Im Tresor finden die Diebe jedoch kein Geld oder andere Wertsachen, lediglich ein merkwürdiger Anzug ist dort hinterlegt. Der Einbruch misslingt, die beiden Diebe werden erwischt. Pym ist jedoch so sehr von den Fähigkeiten Langs beeindruckt, dass er den Dieb in die Geheimnisse des Ant-Man-Anzugs einweiht. Nun gilt es, den Anzug zu schützen, denn einige zwielichtige Personen, darunter Pyms Ex-Assistent Darren Cross (Corey Stoll), der den Anzug mitentwickelt hat, möchten dessen Kräfte für ihre eigenen, bösen Zwecke nutzen. Lang, Pym und Pyms Tochter Hope Van Dyne (Evangelina Lilly) müssen alles versuchen, damit der Anzug nicht in die falschen Hände kommt.


ANT-MAN – Erster offizieller Trailer


Rezension zu Ant-Man

Verfilmungen von Marvel-Comics sind eigentlich immer eine Garantie für einen Kinoerfolg. Ant-Man ist bereits die zwölfte Verfilmung im Marvel Cinematic Universe und schliesst damit die dritte Phase ab. Viele Superhelden haben es ja bereits auf die Kinoleinwand geschafft und ein Millionenpublikum weltweit begeistert. Als grosser Fan von Ironman, den Avengers und anderen Superhelden bin ich also ins Kino gegangen. Durch die letzten Filme doch ziemlich verwöhnt, waren meine Erwartungen entsprechend hoch.

Leider kann Ant-Man mit den anderen Marvel-Verfilmungen der vergangenen Jahre nicht mithalten. Es ist kein schlechter Film, aber er ist eher als durchaus spannende und lockere Unterhaltung wertvoll. Die Action, von der ich mich in den anderen Filmen gefesselt gefühlt habe, kann dieser Film leider nicht bieten.

Auch die Komik kommt in diesem Film deutlich zu kurz. Vielmehr wirken einige Gags eher gezwungen und viele Witze sind recht platt. Es ist also zu wenig Action für einen echten Action-Film und zu wenig Komik für eine richtige Komödie. Dennoch ist der Film durchaus sehenswert. Michael Douglas und Paul Rudd überzeugen mit ihrer schauspielerischen Leistung. Sie sind Meister ihres Fachs und die entscheidenden Faktoren, die den Film nicht langweilig werden lassen.

Die Handlung ist schlüssig und in sich stimmig. Das Anführen der Ameisenarmeen wurde zwar sehr anschaulich und technisch perfekt in Szene gesetzt, aber es war nichts dabei, was ein regelmässiger Kinogänger nicht so oder so ähnlich schon gesehen hat. Effekte, die einen wirklich zu Begeisterungsstürmen hinreissen, sind nicht vorhanden. Der Schurke und Bösewicht, der ja in jedem guten Marvel-Film vorkommt, wird in Ant-Man durch die Figur Yellowjacket/Darren Cross verkörpert. Er wird von Corey Stoll sehr gut dargestellt und sorgt im Zusammenspiel mit Scott Lang durchaus für den einen oder anderen Lacher.


ANT-MAN – Offizieller Trailer 3


Ant-Man wird in den meisten Kinos sowohl in 2D als auch in 3D angeboten. Die 3D-Option muss bei diesem Film nicht zwangsläufig genutzt werden, denn er bietet nur einige Szenen, in denen der 3D-Effekt auch deutlich zu spüren ist. Ich persönlich habe meinen Kinobesuch nicht bereut, obwohl ich etwas anderes erwartet hatte. Der Film bietet eine gute Idee, die ja auf den alten Marvel-Comics basiert. Die Handlung wurde, wenn auch leicht abgeändert, zur ursprünglichen Comic-Geschichte gut erfasst und mit modernen Mitteln umgesetzt. Bei dem grossen Budget, das für die Realisierung dieses Films zur Verfügung stand, konnte man das auch durchaus erwarten. Mit einer grossen Tüte Popcorn macht der Film wirklich Spass, auch wenn er an einige Filme aus dem Marvel Cinematic Universe nicht heranreichen kann.

Die letztendlich doch gute Qualität des Films liegt hauptsächlich an den ideal ausgewählten Schauspielern, die dem Film Charakter verleihen und ihn wirklich bereichern. Als unbeschwertes Familien-Kinoevent ist Ant-Man sicherlich ein Erfolg. Der Film ist sehenswert, aber kein Überraschungshit. Der Held ist gut, aber es gibt bessere Superhelden. Der Film enthält einige Action-Szenen und sorgt auch für einige Lacher. Es ist von allem etwas dabei. Die Szenen und der Ablauf sind kurzweilig und ziehen sich somit nicht unnötig in die Länge.

Die Idee, einen Helden in einen Mikrokosmos eintauchen zu lassen, ist ja auch nicht ganz neu. Wer noch den alten Film „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ gesehen hat und Spass daran hatte, wird von Ant-Man regelrecht begeistert sein.

Fazit

Ant-Man ist durchaus sehenswert, wenn man nicht zu viele Erwartungen an den Film stellt, sondern einfach einen netten Kinoabend erleben möchte. Wer auf die krachenden und imposanten Showeffekte vom letzten Marvel-Kinoabenteuer „Avengers 2: Age of Ultron“ und den Wortwitz von Ironman verzichten kann, wird sich bei Ant-Man gut unterhalten fühlen. Der Film ist vom Unterhaltungswert eher in Richtung „Guardians of the Galaxy“ einzuordnen. Im Netz erhält dieser Film im Schnitt drei von möglichen fünf Punkten. Dieser Beurteilung schliesse ich mich an.

Daten und Fakten zum Film Ant-Man

Allgemeine Infos:

  • Produktionsjahr: 2015
  • Premiere: 29. Juni 2015 in Los Angeles
  • Verleiher: Walt Disney Pictures
  • Filmbudget: 130 Mio. US-Dollar
  • FSK: ab 12 Jahre
  • Länge: 115 Minuten

Besetzung:

  • Paul Rudd: Scott Lang/Ant-Man
  • Abby Ryder Fortson: Cassie Lang
  • Judy Greer: Maggie
  • Michael Douglas: Hank Pym
  • Evangeline Lilly: Hope Van Dyne
  • Corey Stoll: Darren Cross/Yellowjacket
  • Bobby Cannavale: Paxton
  • Michael Peña: Luis
  • T.I.: Dave
  • Hayley Atwell: Peggy Carter
  • John Slattery: Howard Stark

 

Oberstes Bild: © chakkrachai nicharat – shutterstock.com



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