Zukunftsstadt „Buranest“ – ein visionäres Entwicklungsprojekt

15.10.2015 |  Von  |  News
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Zukunftsstadt „Buranest“ – ein visionäres Entwicklungsprojekt
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In der Region Amhara im Norden Äthiopiens wird ein richtungsweisendes Modellprojekt des Schweizer Architekten Franz Oswald und der Zürcher Cooperative Nestown umgesetzt, das von der Stiftung Menschen für Menschen Schweiz unterstützt wird: die Entstehung einer völlig neuen Stadt für bis zu 15’000 Bewohner, der Zukunftsstadt „Buranest“.

Hier entwickeln Bauern alles, vom innovativen Haus aus lokalem Holz, Erd-Stroh-Ziegeln, Wellblechen bis zur Versorgungsinfrastruktur, für eine marktfähige und sich selbst tragende Stadt, die ihren Eigenbedarf sichert und zugleich zu einem Wirtschaftsmotor für die ganze Region wird. Das Projekt Buranest steht damit in direktem Kontrast zu den menschenunwürdigen Folgen, die die Urbanisierung in Äthiopien oft verursacht, und dient als Vorbild einer nachhaltigen Stadtstruktur.

Die Schweizer Stiftung unterstützt die künftigen Bewohner in der Entwicklungsphase beim Aufbau einer tragfähigen Infrastruktur und bei der landwirtschaftlichen Weiterbildung. Grundlage des Modellkonzepts ist die Eigenverantwortung der äthiopischen Landwirte im Rahmen neu etablierter, genossenschaftlicher Strukturen, die neben dem Bau der Häuser auch die Ertrag bringende Felderwirtschaft und den Aufbau von lokalem Gewerbe umfasst.

Knappes Ackerland, miserable Lebensbedingungen und sinkende Zukunftschancen – dies sind nur einige der katastrophalen Folgen der Überbevölkerung in Äthiopien. Allein in den letzten 25 Jahren hat sich die äthiopische Bevölkerung verdoppelt. Auf der Suche nach einem besseren Leben fliehen immer mehr Menschen vom Land in die Stadt. In den unkontrolliert wachsenden Städten herrschen oft lebensbedrohliche Hygienebedingungen und Mangelernährung.

Das Stadtbauprojekt Buranest setzt genau an dieser Stelle an und bietet den Rahmen für ein menschenwürdiges Leben Tausender Bewohner. Dabei bauen einfache Bauern der Amhara-Region, die bislang kaum überleben konnten, „ihre Stadtkooperativen“ unter Anleitung der Schweizer Nestown Group in Zusammenarbeit mit äthiopischen Partnern und mit Unterstützung von
Menschen für Menschen Schweiz.



Franz Oswald, Architekt und Initiator von Nestown: „Wir liefern mit unserem Konzept eine Art Schachbrett und eine Spielanleitung. Aber die Züge müssen die künftigen Stadtbewohner selbst machen.“

Die ersten Häuser des ersten Bauabschnitts befinden sich im Bau, im Januar 2016 sollen die ersten Familien einziehen.

 

Artikel von: Stiftung Menschen für Menschen Schweiz
Artikelbild: © obs/Stiftung Menschen für Menschen Schweiz/Visualisierung: Mario Santin

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