Turbulente Wirtschaft: Und jetzt ein Eigenheim?

06.11.2015 |  Von  |  News
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Turbulente Wirtschaft: Und jetzt ein Eigenheim?
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Ein eigenes Haus mit Garten stellt für die meisten Schweizer einen Lebenstraum dar, den Sie bis ins hohe Alter verfolgen. Doch die Preise sind hoch: Einfamilienhäuser in den grossen Städten wie Genf, Lausanne, Basel und Bern kosten durchschnittlich zwischen einer und anderthalb Million Franken.

Laut einer aktuellen Erhebung von Wuest und Partner liegt Zürich mit im Schnitt 1,64 Millionen sogar noch deutlich darüber. Solch hohe Zahlen schrecken viele in ihrem Wunsch ebenso ab wie das diesjährige Auf und Ab zwischen Franken und Euro.


Die Statistik zeigt den mittleren Angebotspreis für Einfamilienhäuser in den Grosszentren der Schweiz. (Quelle: Statista)

Die Statistik zeigt den mittleren Angebotspreis für Einfamilienhäuser in den Grosszentren der Schweiz. (Quelle: Statista)


Dauerthema Wechselkursschwankungen

Verflechtungen mit anderen Währungen haben dieses Jahr zu ungewöhnlich starken Schwankungen bei der Schweizer Währung geführt: Der Chef der Europäischen Zentralbank Mario Draghi veranlasste Anfang des Jahres eine Schwächung des Euro durch das sogenannte Anleihe-Kaufprogramm.

Die Schweizer Nationalbank kam zu dem Schluss, dass es nicht mehr gerechtfertigt sei, den Wert des Franken an den Euro anzupassen. Dadurch kam es Mitte Januar zu einer Freigabe der Währung: Der Wert des Franken stieg im Vergleich zum Euro stark an. Da die Credit Suisse in den vergangenen Jahren hohe Währungsreserven in Dollar und Euro angelegt hatte, machte sie bis September einen Verlust von 33,9 Milliarden Franken. In den vergangenen Monaten haben sich beide Währungen erholt, wodurch sich der Wechselkurs wieder teilweise normalisiert hat.


Der Wechselkurs hat sich wieder teilweise normalisiert. (Bild: © Fotosr52 – Shutterstock.com)

Der Wechselkurs hat sich wieder teilweise normalisiert. (Bild: © Fotosr52 – Shutterstock.com)


Inwiefern sind Hypotheken betroffen?

Zu Beginn des Jahres wurde bereits darüber berichtet, dass unter anderem wegen dieser Währungskrise die Hypothekarszinsen besonders niedrig waren. Im Zusammenhang mit der Frankenfreigabe hatte die Nationalbank Negativzinsen beschlossen, die zu einem zwischenzeitlichen Anstieg der Zinsen geführt haben, bevor sie im dritten Quartal wieder sanken.

Aufgrund dieser starken Schwankungen ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass es sich bei Hypothekarszinsen nur um einen von vielen Faktoren handelt, die die Höhe der Hypothek sowie der laufenden Kosten ausmachen. Hypothekenrechner, wie sie auf moneypark.ch zu finden sind, erleichtern es, auch andere wichtige Kennzahlen wie individuelle Tragbarkeit und Amortisationsdauer mitzuberücksichtigen.



Der Immobilienmarkt verbessert sich 2016

Prognosen der Immobilienberatung Wüest und Partner zufolge sollen im kommenden Jahr die Preise für Einfamilienhäuser durchschnittlich um 0,4 Prozent steigen und die für Eigentumswohnungen um 0,6 Prozent sinken.

Mietwohnungen sollen um 0,3 Prozent günstiger werden. Insgesamt ist die Tendenz auf dem Immobilienmarkt im Vergleich zu den vergangenen Jahren günstig. Bei der Suche nach einem geeigneten Objekt sollte man allerdings auf die Energieeffizienz achten. Die Konferenz der Energiedirektoren hat bereits zu Jahresbeginn kantonale Mustervorschriften im Energiebereich verabschiedet, die verschiedene Verbesserungspflichten und Richtwerte für alte und neue Gebäude festlegen. Wer sich im Detail für die Regelungen interessiert, findet sie in dieser pdf-Datei der EnDK.

 

Artikelbild: MR. INTERIOR – Shutterstock.com



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