Philippinen: Caritas übergibt erste Schulzimmer und Wohnhäuser

07.11.2015 |  Von  |  Gesellschaft
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Zwei Jahre ist es her, als der verheerende Taifun Haiyan auf den Philippinen wütete. Mittlerweile ist der Wiederaufbau von Schulen und Privathäusern voll im Gang. Caritas Schweiz erstellt 80 Klassenzimmer für über 4000 Kinder und baut 1000 Häuser wieder auf. Dabei stehen besonders bedürftige Familien und Gemeinden im Mittelpunkt der Aktivitäten.

„Viele Organisationen schliessen ihr Engagement auf den Philippinen langsam ab. In der armen Bevölkerung ist der Bedarf nach Unterstützung, um sich langfristig von der Katastrophe zu erholen, nach wie vor enorm hoch“, sagt Mandy Zeckra, Verantwortliche der Caritas Schweiz für die Wiederaufbauprojekte auf den Philippinen.

Sie besuchte Ende Oktober die Projekte auf den Inseln Bantayan und Kinatarkan in der Provinz Cebu. Von den im Caritas-Projekt geplanten 80 Klassenzimmern an sieben Schulen werden bis Ende des Jahres 36 fertiggestellt sein. In einigen dieser Klassenzimmer konnte der Schulbetrieb bereits aufgenommen werden. Die wieder aufgebauten Schulgebäude bieten nicht nur den über 4000 Schülerinnen und Schülern ein sicheres Lernumfeld, sondern dienen den Gemeinden auch als Evakuationszentren bei zukünftigen Taifunen.

Die Bauarbeiten werden mit Unterstützung von Fachleuten durch Opfern der Katastrophe selbst ausgeführt, dazu erhielten sie von Caritas eine spezifische Ausbildung. Darunter sind auch Frauen wie die 33-jährige Predelyn Jayme. Stolz sagt sie: „Der Taifun Haiyan hat mir die Möglichkeit gegeben, zu zeigen, dass ich nicht nur für Hausarbeiten geeignet bin, sondern auch schwere Bauarbeiten erledigen kann, für die ich bezahlt werde.“

Das Einkommen ist für sie ein wichtiger Beitrag, neben den kargen Familieneinkünften aus der Fischerei ein zweites Standbein aufzubauen und die Existenz zu sichern.

Beim Taifun wurden auf Bantayan und Kinatarkan über 90 Prozent der Wohnhäuser zerstört. Caritas Schweiz baut gemeinsam mit 1000 besonders bedürftigen Familien neue Häuser auf. Der Wiederaufbau von Privathäusern bedeutet für Caritas nicht nur humanitäre Hilfe, sondern verfolgt auch das Ziel der Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe.



So werden die Familien in die Bauarbeiten einbezogen, sie verwalten die Baukosten, besorgen Baustoffe und treffen Entscheidungen zur Struktur des Hauses. 134 Wohnhäuser wurden inzwischen fertiggestellt, bis Ende Jahr sollen es 200 sein. Noch bis Sommer 2017 wird sich Caritas weiter im Wiederaufbau engagieren.

Caritas Schweiz leistet den Wiederaufbau mit Unterstützung der Glückskette. Für den Wiederaufbau setzt Caritas gesamt 12 Millionen Franken ein.

 

Artikel von: Caritas Schweiz / Caritas Suisse
Artikelbild: © obs/Caritas Schweiz/Caritas Suisse



Über Sorin Barbuta

Ich habe bildende Künste studiert und arbeite seit vielen Jahren als freiberuflicher Graphik Designer. Da für mich selbständiges Arbeiten und Eigenverantwortung sehr wichtig sind, bin sehr gerne in der Welt des Web Content Managements unterwegs.

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