Weiterhin schlechte Telefonmarketing-Praktiken der Krankenversicherungs-Branche

07.11.2015 |  Von  |  Konsum
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Weiterhin schlechte Telefonmarketing-Praktiken der Krankenversicherungs-Branche
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Wer wurde nicht auch schon mal Opfer von hartnäckigen Belästigungen von Telemarketing-Firmen? Patrick Ducret, Direktor des Online-Vergleichsportals bonus.ch, berichtet über seine eigenen Erfahrungen seit Jahresanfang. Von den seit Jahresbeginn erhaltenen mehr als 20 Anrufen betraf über 90% die Krankenversicherungsbranche.

Die meisten Personen hängen in solchen Fällen dann einfach auf oder geben ihren Unmut über die unerwünschte Störung kund. Nicht so Patrick Ducret. Er nahm sich die Zeit, um die Originalität der Telefonmarketing-Firmen zu erfassen, die möglichst schnell einen Termin mit einem Makler ausmachen möchten.

Die Art, sich vorzustellen und seinen Gesprächspartner in ein Gespräch zu verwickeln, unterscheidet sich bei jedem Anrufer:

„Wir sind ein Informationszentrum in Bern. Wir möchten prüfen, ob Sie nicht doppelt versichert sind“. Oder auch „Ich bin die Assistentin Ihres Versicherers“.

Andere Varianten:

  • „Wir sind ein Consulting-Unternehmen, das mit Ihrem Versicherer zusammenarbeitet.“
  • „Haben Sie unsere Dokumentation erhalten?“ (Natürlich nicht.)
  • „Wir haben einen Termin mit Ihrer Frau ausgemacht.“ (Eine Lüge, die man im Gespräch mit dem Versicherer leicht demaskieren kann.)
  • „Wir möchten Ihnen eine kollektive Versicherung der Region mit tieferen Prämien anbieten.“
  • Usw.

Bei über der Hälfte der Anrufe beobachtet man aufgrund der Ausdrucksweise der Gesprächspartner, dass es sich um vom Ausland aus operierende Firmen handelt, deren Vorgehen alles andere als professionell ist.

Seiner Berufung als Konsumentenportal folgend, verurteilt die Vergleichswebseite bonus.ch dieses Vorgehen scharf, welches das Bild, das sich die Schweizer von ihren Krankenkassen machen, noch mehr trübt. Manche Krankenkassen haben sich schon verpflichtet, selber für Ordnung zu sorgen. Doch kann man sich fragen, ob diese Massnahmen wirklich effizient sind, da sie während dieser Periode der Krankenkassenwechsel keinerlei direkte Auswirkungen zeigen.



bonus.ch, das seine Dienste nur online anbietet, möchte den Versicherungsnehmern eine echte Lösung bieten, die ihre Situation für einen eventuellen Kassenwechsel evaluieren möchten. Alle Ratschläge, Spartipps, zu beachtende wichtige Punkte für einen Kassenwechsel, Modelle für Kündigungsschreiben sowie der Vergleich der Krankenkassenprämien werden den Konsumenten kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der grosse Vorteil, wenn man das Internet nutzt ist, dass der Versicherungsnehmer in Ruhe seine Lage prüfen und sich ohne kommerziellen Druck für den Versicherer entscheiden kann, der seinen Bedürfnissen am besten entspricht. Es kommt nämlich nicht selten vor, dass manche Makler alles daransetzen, Produkte der Zusatzversicherung zu platzieren, während das einzige Ziel der meisten Konsumenten in der aktuellen Herbstperiode ist, bei den Prämien ihrer Grundversicherung zu sparen.

 

Artikel von: bonus.ch S.A.
Artikelbild: © Ljupco Smokovski – shutterstock.com

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