Kanton Luzern: die Gesetzesneuerungen 2016

26.12.2015 |  Von  |  News
Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!
Kanton Luzern: die Gesetzesneuerungen 2016
5 (100%)
1 Bewertung(en)

Auch im Kanton Luzern treten im Jahr 2016 einige neue Gesetze und Verordnungen in Kraft.

Neues Sozialhilfegesetz

Das neue Gesetz trägt den veränderten Anforderungen an die Sozialhilfe Rechnung. Es fördert die Eigenverantwortung sowie die berufliche und gesellschaftliche Integration. So erhält die persönliche Sozialhilfe einen höheren Stellenwert. Die Zusammenarbeit unter den Sozialhilfebehörden und anderen Institutionen wird erweitert und insbesondere auch das Einholen von Auskünften vereinfacht.

Neu geregelt werden zudem die Grundlagen für die Gemeindeverteilung von Personen aus dem Asylbereich, was unter anderem die Einführung einer Ersatzabgabe beinhaltet, für Gemeinden, die keine oder zu wenige Personen aufnehmen. Die Gesetzesänderung tritt per 1. Januar 2016 in Kraft.

Gesetz über die Luzerner Polizei

Künftig können Polizeikosten bei Veranstaltungen vermehrt auf die Verursacher überwälzt werden. Je nach Anteil des ideellen Zwecks werden die in Rechnung gestellten Kosten reduziert. Gemäss Verordnung sind 200 Einsatzstunden pro Veranstaltung unentgeltlich. Bei Kundgebungen, bei denen es zu Gewalt gegen Personen oder Sachen kommt, können die Veranstalter kostenpflichtig werden – sofern sie nicht über die erforderliche Bewilligung verfügen oder die Bewilligungsauflagen vorsätzlich oder grobfahrlässig nicht eingehalten haben.

Diese Kostenüberwälzung beträgt für den Veranstalter maximal 40 Prozent, für gewaltausübende Personen 60 Prozent der Kosten eines zusätzlichen Einsatzes. Dem Veranstalter sowie einer einzelnen gewaltausübenden Person können in solchen Fällen höchstens je 30’000 Franken in Rechnung gestellt werden (gegen diese Kostenüberwälzung ist beim Bundesgericht eine Beschwerde hängig). Die Gesetzesänderung tritt per 1. Januar 2016 in Kraft.

Kantonsratsbeschluss Staatsanwaltschaft

Um Fälle von Wirtschaftskriminalität zu untersuchen, stehen der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern zu wenige Fachkräfte zur Verfügung. Mit dem Aufbau einer spezialisierten Abteilung kann dieser rasch ansteigende Deliktbereich effizienter bekämpft werden.

Mit der Änderung des Kantonsratsbeschlusses über die Zahl und den Beschäftigungsgrad der Staatsanwältinnen und -anwälte werden fünf neue Staatsanwaltsstellen geschaffen. Die entsprechende Verordnung sieht vor, die Staatsanwaltschaft mit einer neuen Abteilung Wirtschaftsdelikte ergänzt. Die Änderung tritt am 1. April 2016 in Kraft.

Projekt Leistungen und Strukturen II

Im Jahr 2014 wurden vom Luzerner Kantonsrat mehrere Gesetzesänderungen beschlossen, um den Kantonshaushalt zu entlasten. Einige davon treten am 1. Januar 2016 in Kraft: So wird unter anderem die Milderung der wirtschaftlichen Doppelbesteuerung von Vermögen sowie die Lohnmeldepflicht aufgehoben und die kalte Progression jährlich ausgeglichen.

Zudem finanzieren die Wohnsitzgemeinden neu die Kosten im Zusammenhang mit dem Erlass von Mindestbeiträgen der AHV zur Hälfte mit. Auf Verordnungsstufe werden in der Volksschulbildung die Klassengrössen im Kindergarten und der Primarschule per 1. August 2016 auf mindestens 16 und höchstens 22 Lernende angehoben.

 

Artikel von: Staatskanzlei Luzern
Artikelbild: © Simon Koopmann, Wikimedia, CC

Über Agentur belmedia

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!

Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Ihr Kommentar zu:

Kanton Luzern: die Gesetzesneuerungen 2016

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.