Dieser Dezember wird uns lange in Erinnerung bleiben

31.12.2015 |  Von  |  News
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Der Dezember fiel in der Höhe wie auch im Flachland rekordmässig warm aus. Landesweit gemittelt liegt er aktuell mit 3.4 Grad über der Norm von 1981-2010 und istsomit der wärmste Dezember seit Messbeginn 1864! Zudem knackte der Dezember an vielen Messstationen auch die Rekorde für die Anzahl Sonnenstunden.

Bezüglich Niederschlagsarmut werden zwar keine Rekorde geknackt, dennoch ist das Niederschlagsdefizit markant!

Das Wetter im Dezember 2015 Zwar ist der Dezember noch nicht zu Ende, trotzdem lassen sich bereits viele Rekorde feststellen! Wie MeteoNews mitteilt, wurden wir sonnenmässig in diesem Dezember extrem verwöhnt, zu verdanken ist dies insbesondere dem anhaltenden Hochdruckeinfluss und den trotzdem nur selten auftretenden Nebellagen.

An vielen Stationen, z.B. in Basel, Bern, Zürich Flughafen, Luzern oder St. Gallen schien die Sonne mehr als doppelt so lang wie in einem normalen Dezember! Bei den Bergstationen ist der Sonnenüberschuss nicht derart frappant (auf dem Säntis rund 50% mehr als üblich), dafür war der Dezember dort verbreitet der wärmste Dezember seit Messbeginn.

Als Beispiel sei wieder der Säntis genannt, der den bisherigen Dezemberrekord von -2.4 Grad aus dem Jahr 1989 bis zum heutigen Tag nochmals um ganze 2 Grad übertrifft! Auch in den tiefen Lagen waren die Temperaturen im Dezember dieses Jahres bis jetzt im Vergleich zum langjährigen Mittel (1981 bis 2010) deutlich zu hoch. Hier war es im Schnitt 1.5 bis über 3 Grad wärmer als normal, die leicht erhöhten Lagen oberhalb von rund 500 Metern haben vielerorts einen so milden Dezember erlebt, wie noch nie!


Der Säntis: Der Dezember fiel in der Höhe rekordmässig warm aus. (Bild: Hans – Pixabay.com)

Der Säntis: Der Dezember fiel in der Höhe rekordmässig warm aus. (Bild: Hans – Pixabay.com)


Wie der Säntis dürfte beispielsweise auch die Stadt St. Gallen den bisherigen Rekord von 4.5 Grad aus den Jahren 1880 und 1886 mit über 6 Grad im Dezember 2015 deutlich um gut 1.5 Grad übertreffen. Auch schweizweit gemittelt ist der Dezember 2015 der wärmste seit Messbeginn 1864!

Dazu fiel der Dezember im ganzen Land viel zu trocken aus, es gab lediglich im Norden etwas Niederschlag. In der Zentralschweiz sind es 30 bis 40% der Norm, ansonsten gar nur 10 bis 20 Prozent. Heute Mittwoch bleibt es trocken, morgen an Silvester dürfte am Nachmittag etwas Regen aufkommen. Die Mengen sind allerdings gering.

Somit reiht sich dieser Dezember auch bezüglich der geringen Niederschlagssumme weit vorne in den Annalen ein, es dürfte beispielsweise am Flughafen Zürich der zweit- oder dritttrockenste Dezember seit Messbeginn werden! Im Tessin und in weiten Teilen Graubündens gab es nach dem bereits komplett trockenen November weiterhin kaum Regen, was zum Teil zu einer grossen Waldbrandgefahr führte.

Es besteht absolutes Feuerverbot im Freien. In der Folge herrscht besonders im Engadin auch extreme Schneearmut. Zwar sind einzelne trockene Monate dieses Ausmasses im Süden der Schweiz keine totale Ausnahme, die Aneinanderreihung zwei solch trockener Monate ist aber aussergewöhnlich!



Hochdrucklage der Hauptgrund

Verantwortlich für die deutlich zu hohen Temperaturen, die vielen Sonnenstunden sowie die Trockenheit war die über den ganzen Dezember andauernde Hochdrucklage, welche Frontensystemen den Weg nach Mitteleuropa versperrte und Störungen nördlich der Schweiz vorbeilenkte. Ausserdem wurden in der Höhe anhaltend milde Luftmassen aus Südwesten herangeführt.

Der heutige Mittwoch zeigt sich vielerorts neblig, oberhalb von rund 1000 Metern ist es allerdings uneingeschränkt sonnig und sehr mild. Auf 2000 Metern werden 5 bis 6 Grad erreicht. An Silvester erreicht eine Störung die Schweiz, bringt viele Wolken und besonders am Nachmittag auch etwas Regen. Die Schneefallgrenze sinkt unter 1500 Meter. Eine abschliessende Monatsbilanz mit den endgültigen Daten folgt Anfang Januar.

 

Artikel von: meteonews.ch
Artikelbild: ricardoadelaide – Pixabay.com



Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.

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