Das Haus von morgen – schon heute Wirklichkeit

18.01.2016 |  Von  |  News
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Es werde Licht! Sobald man die Wohnung betritt, geht das Licht an – automatisch. Der Staubsauger steckt unauffällig in der Wand.  Und der Wärmeverlust des Hauses wird mal eben um 30 Prozent reduziert.

Zukunftsmusik? Mitnichten. Denn das alles sind keine Architektenträume mehr. Schon heute findet es Verwendung in gewöhnlichen Neubauten.

Das Zauberwort: EIB

Der Europäische Installationsbus (EIB) bezeichnet die intelligente Vernetzung von Elektroinstallationen, durch paralleles Verlegen von Strom- und Steuerleitungen. Die Busleitung verbindet die Geräte miteinander für eine dezentrale Kommunikation. In den Schaltern und Geräten werden über Chips Datenströme ausgetauscht, die modernes Wohnen komfortabler, wirtschaftlicher und sicherer machen.

Mit EIB lässt sich im Haus alles steuern und vernetzen, was elektrisch betrieben wird, zum Beispiel Heizung, Licht, Klimaanlage, Alarmsystem oder auch die automatische Garten-Bewässerung. Pro Wohnraum können mehrere (Licht-)-Szenarien vorprogrammiert und per Knopfdruck eingeschaltet werden. So werden z.B. beim Programm „TV“ der Beamer eingeschaltet, das Licht gedämmt und die Jalousien heruntergefahren.

Schlägt der Rauchmelder Alarm, wird automatisch das Licht eingeschaltet und die Rollos geöffnet – ein automatischer Notruf geht an die Feuerwehr. Und verlässt man morgens das Haus, gehen automatisch die Fenster zu und das Bügeleisen aus. Die vorprogrammierten Szenarien können jederzeit vom Hausbesitzer manuell geändert oder neu installiert werden.

Zentral-Staubsaugen: gesund, leise und geruchlos Ein im Haus montierter Zentralstaubsauger ermöglicht komfortables und hygienisches Staubsaugen über ein in der Wand unsichtbar verlegtes Rohrsystem. Kern der Anlage ist das Zentralgerät – meist im Keller stationiert –, bestehend aus einem Saugmotor und einem Auffangbehältnis. Von dort aus gehen Rohrleitungen für Saugluft durch Wände und Böden in die verschiedenen Räume, wo sie in Saugsteckdosen münden.


Der Europäische Installationsbus (EIB) bezeichnet die intelligente Vernetzung von Elektroinstallationen. (Bild: © Alexander Kirch - shutterstock.com)

Der Europäische Installationsbus (EIB) bezeichnet die intelligente Vernetzung von Elektroinstallationen. (Bild: © Alexander Kirch – shutterstock.com)


Die Abluft-Rohrleitungen gehen ebenfalls vom Zentralgerät ab und landen in den meisten Fällen im Freien. Zentral-Staubsauger gibt es schon seit einigen Jahren – inzwischen gibt es dafür auch Abluftführungen, die mit Wärmerückgewinnungsaggregaten gekoppelt sind.

In die Saugsteckdosen im Raum wird ein Schlauch mit Aufsatz gesteckt. Der Motor im Keller garantiert eine hohe Saugleistung und eine geringe Geräuschkulisse während des Saugens im Raum. Besonders gut für Allergiker: Es entstehen keine Luftverwirbelungen und unangenehme Gerüche, da die Abluft mitsamt der Milben ja direkt ins Freie ausgestossen wird. Ausserdem funktioniert das Zentralsaugen einfacher, schneller und rückenschonender, da auf ein zusätzliches Gerät zum Hinterherziehen verzichtet wird.

Der Klang der Zukunft

Opern ertönen aus den Badezimmerkacheln, hinter der Küchenwand singt Robbie Williams und im Wohnzimmer kommt der Dolby Surround Sound zum Lieblings-Actionfilm aus der Tapete?

Ein innovatives Raumklangsystem von Puren (in Kooperation mit Bayer und Siemens) macht das alles möglich. Lautsprecher sind nicht mehr nötig, da eine 7 mm dicke Fläche, das so genannte Soundbord, hinter der Tapete oder den Fliesen durch Schallgeber zum Schwingen gebracht wird. Und das Ergebnis überzeugt: Der grosse Abstrahlwinkel der Soundboards garantiert einen kristallklaren, raumfüllenden Sound, selbst in akustisch schwierigen oder feuchten Räumen (z.B. Bädern).

Niedrigenergiehäuser

Niedrigenergiehäuser benötigen etwa 30 % weniger Energie für Heizwärme und Warmwasser, die sogenannten Transmissions-Wärmeverluste werden um fast ein Drittel reduziert – und das für einen Mehraufwand von ca. 3 bis 8 % der normalen Baukosten.


Niedrigenergiehäuser benötigen etwa 30 % weniger Energie für Heizwärme und Warmwasser. (Bild: © Digital Genetics - shutterstock.com)

Niedrigenergiehäuser benötigen etwa 30 % weniger Energie für Heizwärme und Warmwasser. (Bild: © Digital Genetics – shutterstock.com)


Wettersensor denkt mit

Moderne Raumklimalösungen machen es möglich, ein gewöhnliches Fenster als kontrolliertes, intelligentes Lüftungselement zu nutzen. Ein mit Zeitfunktion und Witterungs-Sensorik ausgerüsteter Antrieb öffnet und schliesst das Fenster automatisch je nach eingestelltem Lüftungsplan. Durch den Wettersensor werden bei Schnee oder Regen sowie stark abfallenden Temperaturen die Fenster automatisch geschlossen. Fensterlüftungssysteme können auch durch EIB an das dezentrale System angeschlossen werden.

Aufschliessen war gestern

Die Haustür der Zukunft öffnet sich von alleine, sobald einer der Bewohner mit seinem individuell programmierbaren Schlüssel ankommt – aufschliessen braucht er dabei nicht mehr, das neue Zutrittssystem erkennt den Chip in der Hosentasche, im schweren Einkaufskorb oder im Schulranzen, und die Tür öffnet sich automatisch.

Auch für Briefkasten, Schränke und Schubladen wird derselbe Schlüssel verwendet. Für jeden Hausbewohner wird auf dem Schlüsselchip einprogrammiert, welche Türen er damit öffnen kann. So wird bei Kindern verhindert, dass sie auf wichtige Dokumente in Schreibtischschubladen oder den Süsswarenvorrat zugreifen können.

Es werde Farbe

Ein innovatives, intelligentes Lichtkonzept für das Badezimmer verbindet Wasserwärme mit Licht. Attraktive Lichteffekte erleuchten den Wasserstrahl im Waschbecken und machen dieses zur Lichtschale. Hersteller sam kombiniert dafür moderne LED–Technologie mit einem Temperatursensor und einer Mikrochipsteuerung zur Farbauswahl.



So kann die Wassertemperatur in drei Signalfarben angezeigt werden: Heisses Wasser zwischen 25 und 39°C färbt sich rot, warmes Wasser mit 10 – 25°C) erscheint grün, und kaltes Wasser unter 10°C wird durch blaues Licht symbolisiert.

 

Artikel von: livingpress.de  / binde.info
Artikelbild: © scyther5 – shutterstock.com



Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.

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