Sicherheit auf Spielplätzen

21.01.2016 |  Von  |  Gesellschaft, Gesundheit
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Kinder lieben Spielplätze. Denn die bieten Spass und Abenteuer: klettern, wippen, rutschen, sich verstecken, schaukeln, im Sand buddeln. Und die Eltern freuen sich auch: Hier können sie Atem holen vom Alltag und ihre Lieblinge sind an der frischen Luft, treffen Freunde und betätigen sich kreativ.

Doch nicht immer kann man sich in aller Ruhe zurücklehnen. Auf dem Spielplatz lauert auch so manche Gefahr für die Kleinen. Wir erklären, worauf Eltern achten müssen.

Förderung motorischer Fähigkeiten

Während für Kinder nur der Spass zählt, entwickeln sich beim Werfen, Klettern, Fangen und Formen ihre motorischen Fähigkeiten fast ganz von allein. Es gibt Studien, die das belegen. Demnach wurde eine enge Korrelation zwischen der koordinativen motorischen Leistung und der kognitiven Differenzierung beobachtet. Eine Untersuchung an über 3000 Grundschülern förderte ausserdem einen Zusammenhang zwischen dem Gleichgewichtssinn und Schulleistungen zutage: War dieser schlechter ausgeprägt, so waren auch die Noten in den Fächern Mathematik, Deutsch und Sport schlechter.

Achtung, Verletzungsgefahr

Dennoch ereignete sich in den letzten Jahren eine Reihe von Unfällen auf Spielplätzen, die sich meist auf einen Mangel an den Geräten zurückführen lassen. Tatsächlich werden immer wieder neue Fälle aufgedeckt. Zu den drei grössten Mängeln für schwere und tödliche Unfälle auf Spielplätzen zählen:

  • Instabile Verankerungen, Pfosten und Fundamente
  • Fangstellen für Kleidung
  • Fangstellen für den Kopf


Darauf sollten Eltern bei einem Spielplatz achten

  • Lage und Gesamteindruck: Ist der Spielplatz in der näheren Umgebung? Ist die Einzäunung intakt? Ist der Platz sauber, sind die Abfallkörbe geleert? Oder liegen Flaschen, Scherben, Dosen oder andere Abfälle herum?
  • Besucher: Befinden sich fremde Menschen ohne eigene Kinder oder Jugendliche auf dem Platz? Verhalten sich diese Personen auffällig?
  • Wege: Sind die Wege in gutem Zustand? Stehen Gehwegplatten als Stolperfallen hoch? Gibt es Schlaglöcher?
  • Spielgeräte: Sind offene Haken an den Spielgeräten sichtbar? Kann das Seil der Schaukel durchscheuern? Ist die Aufhängung sicher? Ist vor und hinter der Schaukel genügend Platz? Können sich die Kinder ihre Finger einquetschen oder herunterfallen?
  • Sandkasten: Ist der Sandkasten mit Hundekot, Zigarettenkippen, Glasscherben oder anderem Abfall verunreinigt?
  • Metallgeräte: Gibt es scharfe Kanten, absplitternde Farbe, Rost oder Bruchstellen? Kann das Kind mit der Kleidung hängen bleiben?
  • Holzgeräte: Sind Balken brüchig oder morsch? Sind die Verbindungen alle fest? Stehen Nägel und Schrauben hervor?
  • Fallschutz: Ist der Untergrund unter den Spielgeräten weich genug? Achten Sie darauf, dass der Boden nicht aus Beton- und Steinplatten besteht. Die Betonsockel der Pfosten dürfen nicht aus dem Boden ragen.
  • Sachbeschädigung: Gibt es Spuren von Vandalismus oder Sachbeschädigung? Ist der Platz Treffpunkt von Jugendlichen oder Drogensüchtigen? Liegen vielleicht sogar Spritzen herum?

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © www.BillionPhotos.com – shutterstock.com



Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.

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