Depressionen übertragen sich von der Mutter auf die Tochter

01.02.2016 |  Von  |  Gesundheit
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Laut einer aktuellen Studie der University of California werden Depressionen von Müttern an ihre Töchter weitergegeben. Mithilfe von MRI-Scans werden die Ähnlichkeiten der Gehirnstrukturen zwischen den Generationen untersucht und sichtbar gemacht.

Bei Tierstudien hatte sich bereits ergeben, dass Depressionen während der Schwangerschaft Auswirkungen auf die Gehirnstrukturen des Nachwuchses haben. Das kortiko-limbische System ist dabei besonders betroffen.

Gefahren erkennt das kortiko-limbisches System

Das kortiko-limbische System ist dafür zuständig, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen, und reguliert und verarbeitet Gefühle. Affektive Störungen wie Depressionen, Angstgefühle oder Stress spiegeln sich in Veränderungen dieses Systems wider. Diese Veränderungen werden sehr wahrscheinlich eher von den Müttern als von den Vätern weitergegeben. Auch sind Töchter eher betroffen als Söhne. Die Forscher untersuchten 35 Familien, bei denen keine Depressionen diagnostiziert wurden, um diese beiden Studienbereiche zu kombinieren.

Vermessen wurde das Volumen der grauen Substanz im kortiko-limbischen System der Eltern und ihrer Kinder. Dafür wurden MRI-Scans eingesetzt. Die Ergebnisse zeigten viel mehr Ähnlichkeiten zwischen den Müttern und ihren Töchtern als zwischen den Müttern und ihren Söhnen oder Väter und Söhnen oder Töchtern.

Gene spielen weiterhin eine grosse Rolle

Die aktuellen Forschungsergebnisse bedeuten jedoch nicht, dass die Mütter für die Depressionen ihrer Töchter verantwortlich sind. Zahlreiche Faktoren wie Gene, die nicht von der Mutter geerbt werden, spielten beim Entstehen dieser Krankheit eine Rolle. Die aktuellen Studienergebnisse sind nur ein Teil des Puzzles.



Für diese Art von Studie wurde MRI-Scans erstmals eingesetzt. Die Forscher gehen davon aus, dass nicht nur Depressionen, sondern auch andere neuropsychiatrische Krankheiten wie Autismus, bei denen die Vererbung eine Rolle spielt, besser erforscht werden können. Die Forschungsergebnisse wurden im „Journal of Neuroscience“ veröffentlicht.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © My Good Images – shutterstock.com



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