Radikale Wolfspolitik nicht mehrheitsfähig: Gut so!

09.03.2016 |  Von  |  Tierwelt
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Der Ständerat hat heute die Motion Imoberdorf/Rieder abgelehnt. WWF und Pro Natura begrüssen diesen Entscheid. Der Ständerat folgte damit der Empfehlung seiner Umweltkommission nicht und zeigt, dass er bei emotionsgeladenen Themen einen kühlen Kopf bewahren kann.

Die Motion Imoberdorf/Rieder hatte zum Ziel, den Wolf als einziges einheimisches Säugetier zur ganzjährig jagdbaren Art ohne Schonzeit zu erklären. Das wäre weder mit der von der Schweiz unterzeichneten Berner Konvention, dem bisherigen Artenschutz, noch mit der Verfassung vereinbar gewesen.

Gegen die Motion Imoberdorf/Rieder lehnten sich neben den Umweltverbänden auch die Jäger, die Forstkreise und die Kantone auf. „Diese breite Mobilisierung im Vorfeld der Ständeratsdebatte zeigt, dass eine derart radikale Wolfspolitik nicht mehrheitsfähig ist“, meint Mirjam Ballmer, Projektleiterin Naturschutzpolitik bei Pro Natura.



Pro Natura und der WWF fordern die Parlamentarierinnen und Parlamentarier deshalb auf, auf die Zeichen der Zeit zu hören und sich hinter eine ausgewogene, nüchterne und lösungsorientierte Wolfspolitik zu stellen. „Die bereits überwiesene Motion Engler (14.3151) bietet die Möglichkeit, mit einer Jagdgesetzrevision massvolle Anpassungen vorzunehmen“, so Gabor von Bethlenfalvy, Grossraubtierexperte beim WWF Schweiz.

WWF und Pro Natura haben bereits mehrfach angeboten, an einer zukunftsfähigen und lösungsorientierten Wolfspolitik mitzuarbeiten.

 

Artikel von: WWF Schweiz
Artikelbild: © Montipaiton – shutterstock.com



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