Migration: Ausbreitung von Tuberkulose verhindern

18.03.2016 |  Von  |  News
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Migration: Ausbreitung von Tuberkulose verhindern
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Tuberkulose ist in der Schweiz eine seltene Krankheit geworden. Doch die aktuelle Flüchtlingskrise erfordert eine neue Beschäftigung mit der Infektionskrankheit. Denn viele Migrantinnen und Migranten stammen aus Ländern, in denen Tuberkulose noch weit verbreitet ist. Armut, Krieg und Flüchtlingselend begünstigen die Verbreitung und den Ausbruch der Infektionskrankheit.

Rasches Erkennen und Behandeln der Tuberkulose heilt nicht nur die Patienten, sondern verhindert auch die Ausbreitung der Krankheit in der Schweiz. Am 25. Tuberkulose-Symposium der Lungenliga in Münchenwiler erörtern internationale Experten die aktuelle Situation.

Weltweit erkranken jedes Jahr rund 9 Millionen Menschen an Tuberkulose, während die ansteckende Infektionskrankheit in der Schweiz selten geworden ist. Viele Ärzte haben darum keine Erfahrung mehr im Umgang mit dieser prinzipiell heilbaren Erkrankung. Mit der aktuellen Flüchtlingsbewegung kommen viele Zuwanderer aus Ländern mit hoher Tuberkuloseprävalenz nach Europa.

Dies stellt auch das Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen. Unsere Aufnahme- und Betreuungsstrukturen und das Gesundheitswesen müssen ansteckende Krankheiten früh erkennen und behandeln. Die rasche Diagnose und Behandlung der Tuberkulose heilt den Patienten und verhindert die Ausbreitung der Krankheit in der Schweiz.



Expertendiskussion über Migration und Tuberkulose

Am 25. Tuberkulose-Symposium der Lungenliga diskutieren internationale Experten über das Spannungsfeld „Migration und Tuberkulose“: Wie sinnvoll und kosteneffizient sind die verschiedenen systematischen Tuberkulose-Screening-Programme für asylsuchende Personen im europäischen Vergleich? Welches sind die geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen? Und welche kulturellen und sprachlichen Barrieren erschweren oder verhindern die Abklärung und eine wirksame Therapie?

Das Symposium vermittelt Erfahrungen aus der Praxis sowie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten, und sucht nach praktikablen Lösungen.

 

Artikel von: Lungenliga Schweiz
Bild: © Kamira – Shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.

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