Schimmel – das böse Erwachen im Frühling

26.03.2016 |  Von  |  Allgemein
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Ist der Winter vorbei, erwacht die Natur zu neuem Leben. Eigentlich ein Grund zur Freude für alle. Doch für den einen oder anderen beginnt mit dem Frühlingserwachen auch ein böses Erwachen: Denn blieben während der kalten Jahreszeit Fenster und Balkontüren weitestgehend geschlossen, hat sich in der Wohnung Schimmel ausgebreitet.

Wie man ihn beseitigen und vorbeugen kann, erklären wir im Folgenden.

Schimmel – was ist das und wie entsteht er?

Schimmelpilze sind Mikroorganismen, die sich durch Sporen vermehren. Um sich optimal ausbreiten zu können, benötigen sie für ihr Wachstum neben Sauerstoff auch Feuchtigkeit und Wärme. Die hohen Temperaturunterschiede im Winter, mangelndes Lüften und falsches Heizen bringen den Feuchtigkeitshaushalt der Innenluft aus dem Gleichgewicht und bilden damit die idealen Bedingungen: Warme Heizungsluft kann sich in der kalten Jahreszeit an kühlen Zimmerwänden, Fenstern oder in Ecken absetzen und Kondenswasser bilden, das die Entstehung von Schimmel ermöglicht.

Es bildet den idealen Nährboden für die Entstehung von über 100 verschiedenen Arten von Schimmelpilzen, die in der Wohnung auftreten können. Besonders häufig tritt der schwarze Schimmel in Bad, Küche oder Keller auf. Er ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Böses Erwachen

Im Frühjahr sind hohe Temperaturdifferenzen im Tagesverlauf nicht ungewöhnlich. Während an sonnigen, wolkenarmen Tagen mehr als 20°C erreicht werden können, sinken die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt.

Viele Menschen lüften daher tagsüber, indem sie das Fenster kippen. Was sie nicht wissen: Das Gegenteil ist richtig – denn für den Feuchtigkeitshaushalt der Innenluft, einem der wichtigsten Faktoren, der Schimmelbildung begünstigt, ist es besser, abends bzw. nachts nur kurz, aber dafür effektiv zu lüften.



Richtig Lüften

Das Dauerlüften mit gekippten Fenstern erweist sich besonders im Frühjahr als tückisch, denn der fehlende Luftaustausch ist die häufigste Ursache für Schimmelbildung. Durch Stoss- und Querlüften sorgt man hingegen für einen raschen Luftaustausch zwischen den Räumen bei einem geringen Wärmeverlust. Hierzu reichen schon ca. 4 bis 6 Minuten aus.

Am besten ist es, alle paar Stunden Fenster und Türen etwa 5 Minuten weit zu öffnen. So wird die warme, feuchte Raumluft durch kühlere, trockene Aussenluft ersetzt. Ausserdem können in der kurzen Zeit die Wände in den Räumen nicht soweit abkühlen, dass sich der gefährliche Taupunkt einstellt. Um Schimmel zu vermeiden, sollte man darauf achten, dass die Zimmertemperatur zwischen 18 und 20°C liegt und die Luftfeuchtigkeit 70 % nicht überschreitet.

Schimmel entfernen – wie geht das?

Beobachtet man einen Schimmelschaden in den eigenen vier Wänden, ist es zunächst wichtig, die Ursache auszumachen und zu beheben. Sollte die betroffene Fläche grösser als ein halber Quadratmeter sein, sollte man grundsätzlich einen Fachmann zu Rate ziehen. Kleine Schimmelschaden lassen sich mit alkoholhaltigen Reinigungsmitteln (ca. 70 %) beseitigen.

Dafür sollte man neben Handschuhen auch einen Mundschutz tragen, um die Schimmelbelastung so gering wie möglich zu halten. Auch Wasserstoffperoxid, Essig und Brennspiritus können kleineren Schimmelschäden zu Leibe rücken. Im Einzelfall müssen die befallenen Materialien jedoch vollständig entfernt werden, sofern die Pilze bereits eingedrungen sind. Auch hier sollte man sich beraten lassen.

 

Artikel von: livingpress.de
Artikelbild: © Cegli – Shutterstock.com



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