Kopf- und Rückenschmerzen – weit verbreitete Übel

25.04.2016 |  Von  |  Gesundheit
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Die grosse Mehrheit aller Menschen bekommt es mindestens einmal im Leben mit Kopf- oder Rückenschmerzen zu tun – manchmal sogar zur selben Zeit. Woran das liegt?

Oft bleibt die Ursache selbst nach vielen Untersuchungen unklar. Wir fassen zusammen, was bekannt ist, benennen die Gründe und geben Tipps zur Abhilfe bei Beschwerden.

Dampf machen

Allgemein unterscheidet man zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen. Als die häufigste Art von Kopfschmerzen gilt der sogenannte Spannungskopfschmerz, der zu den primären Kopfschmerzen gehört. Die Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt, weshalb die dumpfen, beidseitigen Kopfschmerzen meist mit Schmerzmitteln behandelt werden.

Wissenschaftler untersuchten erst kürzlich eine Therapiegruppe, die drei Mal in der Woche saunierte. Das Ergebnis nach zwei Monaten war überraschend: Die Teilnehmer der Studie berichteten von einer um 44 % reduzierten Schmerzintensität.

Reichlich trinken

Wer angibt unter Migräne zu leiden, wird leider oft nicht richtig ernst genommen. Und das völlig ungerechtfertigt: Viele sind unter Umständen bis zu 15 Tagen im Monat buchstäblich „ausgeknocked“.

Denn oft werden die Schmerzen von Schwindel, Übelkeit und Erbrechen begleitet und machen den Alltag zur Belastungsprobe. Schmerzmittel sollte bei einer Attacke frühzeitig eingenommen werden. Gegen die Begleitsymptome helfen z. B. Medikamente gegen Übelkeit. Viele Patienten berichten von einer Besserung der Beschwerden, wenn sie sehr viel trinken.

Neben Wasser wirkt auch Tee, beispielsweise Schafgarbentee wohltuend bei Migräne. Zudem wurde festgestellt, dass Migräne-Patienten häufig unter Magnesiummangel leiden. Nährstoffdefizite können durch eine ausgewogene Ernährung und Nahrungsergänzungspräparate ausgeglichen werden.

Ärzte raten drüber hinaus, auch leichten Sport zu treiben, Stress zu reduzieren und sich zu entspannen. Auch Wechselduschen oder regelmässige Saunagänge können helfen.

Erblich bedingt?

Die Ursachen von Migräne sind bis heute nicht genau geklärt. Wissenschaftler nehmen jedoch an, dass die Krankheit vererbt wird. 2013 wurden in der weltweit bisher umfassendsten Migräne-Studie fünf neue Genregionen ausfindig gemacht, die auch an der Entstehung von Migräne beteiligt sind.

Die Forscher fanden heraus, dass einige der Risikoregionen sehr nahe zu Genorten liegen, die die Empfindlichkeit für oxidativen Stress in Nervenzellen steuern. Sie gehen davon aus, dass die Risikogene untereinander kommunizieren und in der Lage sind, die interne Regulation von Nervenzellen im Gehirn zu behindern.

Haltungsschäden

Rückenschmerzen zählen ebenfalls zu den Volksleiden. Als eine der häufigsten Ursachen gilt die Überforderung der Muskulatur, aber auch Beschwerden infolge von Schädigungen an der Wirbelsäulenstruktur bei z. B. nach einem Bandscheibenvorfall) gehören dazu.

So zählen eine falsche Sitzhaltung, einseitige Belastungen, mangelnde Bewegung und Übergewicht zu den häufigsten Auslösern für Verspannungen, Bandscheibenvorfälle, Hexenschüsse und Ischialgien. Rückenschmerzen verursachen enormen volkswirtschaftlichen Schaden. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Patienten mit akutem Kreuzschmerz häufig unnötig radiologisch untersucht werden, denn meist bilden sich die Beschwerden binnen sechs Wochen von selbst zurück.



Bewegung wirkt Wunder

Australische Forscher haben vor kurzem herausgefunden, dass eins der gängigsten Medikamente scheinbar keinen Effekt auf die Schmerzlinderung habe. Dazu untersuchten sie 1.800 Probanden mit Rückenschmerzen und kamen zu dem Ergebnis, dass diese auch nach der Einnahme noch unter Schmerzen litten.

Statt einer medikamentösen Therapie können Krankengymnastik, Massagen, aber auch Bewegung, Kräftigungs- und Entspannungsübungen einen rascheren Behandlungserfolg erzielen.


Bewegung wirkt Wunder (Bild: izkes – Shutterstock.com)

Bewegung wirkt Wunder (Bild: izkes – Shutterstock.com)


Vom Kopf in den Rücken

Untersuchungen zufolge leiden Patienten, die oft von Spannungskopfschmerzen betroffen sind, häufiger unter Rückenschmerzen. Wissenschaftler fanden heraus, dass der Kopfschmerz vom Spannungstyp sogar das Risiko für häufige Rückenleiden verdoppelt.

Verspannungen im Nacken und der Schultermuskulatur können hingegen auch Spannungskopfschmerzen auslösen. Eine entspannte Nackenmuskulatur ist daher die beste Voraussetzung gegen Spannungskopfschmerz.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © Kite_rin – Shutterstock.com



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