Anklage wegen Mordes an Ehefrau

28.05.2016 |  Von  |  News
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Anklage wegen Mordes an Ehefrau
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Gegen einen 43-jährigen Türken hat die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach unter anderem Anklage wegen Mordes erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, im Juli 2013 seine getrennt von ihm lebende Schweizer Ehefrau unter Einsatz roher Gewalt getötet zu haben.

Am 23. Juli 2013 wurde in Brugg/Lauffohr eine 50-jährige Schweizerin tot in ihrem Auto aufgefunden. Noch am selben Nachmittag konnte der getrennt von ihr lebende türkische Ehemann wegen dringenden Tatverdachts festgenommen werden.

Die aufwendigen Ermittlungen haben ergeben, dass der Beschuldigte während der gesamten Zeit der Ehe mit der Schweizerin weiterhin in der Türkei nach muslimischem Brauch verheiratet war und mit seiner türkischen Ehefrau vier Söhne hatte. Seine Familie in der Türkei besuchte er regelmässig und schickte ihr auch Geld.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, im Jahr 2009 die Ehe mit der Schweizerin nur deshalb eingegangen zu sein, um nach Ablauf der fünfjährigen Frist die Niederlassungsbewilligung zu erhalten und sich danach sofort scheiden zu lassen. Als ihm seine Schweizer Ehefrau kurz vor Ablauf der Frist nach 4,5 Jahren Ehe eröffnete, ihn zu verlassen, drohte er ihr – so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft – sie zu töten, sollte sie die Trennung oder Scheidung tatsächlich einleiten.

Beschuldigter will sich an keine Handlungen erinnern

Der Beschuldigte wurde nach diesem Vorfall häuslicher Gewalt polizeilich weggewiesen. Knappe zwei Monate, nachdem die Schweizerin aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen war, wurde sie tot in ihrem Auto aufgefunden.

Das Opfer wies zahlreiche Schlagverletzungen am ganzen Körper auf. Die Auswertung der Spuren hat ergeben, dass der Beschuldigte das Opfer getötet hatte. Der Beschuldigte bestreitet die Tat zwar nicht grundsätzlich, will sich aber an keine seiner Handlungen am fraglichen Tag erinnern.

Die Anklage ist am Bezirksgericht Brugg hängig. Die Staatsanwaltschaft wird ihre Anträge anlässlich der Hauptverhandlung bekanntgegeben.

 

Artikel von: Staatsanwaltschaft Aargau
Artikelbild: © Andrey Burmakin – Shutterstock.com

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