Jungstörche im Zoo Zürich beringt

11.06.2016 |  Von  |  Tierwelt
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Jungstörche im Zoo Zürich beringt
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In diesem Jahr haben sich 18 Paare freifliegender Weissstörche im und um den Zoo Zürich eingefunden. Das ist ein Paar mehr als letztes Jahr – der Zuwachs ist eine „Kooperation“ zwischen dem Zoo Zürich (Männchen) und dem Basler Zolli (Weibchen).

Acht Jungvögel wurden mit einem auf Distanz ablesbaren Ring markiert. Dabei wurde eine Autodrehleiter von Schutz & Rettung Zürich zu Hilfe genommen. Unklar ist noch, ob und wie viele Jungstörche auf den beiden mit der Drehleiter nicht erreichbaren Horsten sitzen.


Jungstorch bei der Beringung (Bild: Zoo Zürich, Samuel Furrer)

Jungstorch bei der Beringung (Bild: Zoo Zürich, Samuel Furrer)


Die Zahl der heuer markierten Jungvögel ist mit 8 deutlich tiefer als im Vorjahr (29). Grund dafür sind die misslichen Wetterbedingungen der letzten Wochen. Kühle Temperaturen in Kombination mit viel Regen haben den Jungvögeln auf den exponierten Nestern stark zugesetzt. Über 20 tote Jungvögel wurden bereits am Fuss der Horste aufgefunden.

Nächste Woche wird einer der Jungstörche zusätzlich mit einem GPS-Datenlogger ausgestattet. Er erlaubt es, die Flugbewegungen des Vogels nachzuverfolgen und so weitere Informationen über den Zug der Störche zu gewinnen, der heute vielfach nicht mehr nach Afrika führt, sondern auf Mülldeponien in Spanien endet.


Weissstorch mit Jungtieren (Bild: Zoo Zürich, Peter Bolliger)

Weissstorch mit Jungtieren (Bild: Zoo Zürich, Peter Bolliger)


Das Zugverhalten des sendermarkierten Storches mit Namen Quirbajou (Ortschaft auf der Zugroute) kann man im Internet nachverfolgen (www.projekt-storchenzug.com → Senderstörche → Datenlogger → Quirbajou). Die Besenderung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Projekt „SOS Storch – Storchenzug im Wandel“ der Gesellschaft Storch Schweiz (www.storch-schweiz.ch).

Ein vor zwei Jahren mit einem Sender ausgerüsteter Storch brütet derzeit übrigens in Rapperswil: Orbieux war am 20. Juni 2014 im Zoo Zürich besendert worden. Leider erlitt der Datenlogger nur wenige Tage später einen Defekt. Die Nachricht, dass Orbieux lebt und in Rapperswil brütet, ist deshalb umso schöner. Zwei weitere Störche, die 2014 im Zoo Zürich zur Welt kamen, brüten derzeit in Lachen SZ (www.webcam-lachen.ch).



 

Artikel von: Zoo Zürich
Artikelbild: Weissstorch im Flug (© Zoo Zürich, Enzo Franchini)

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