Was tun bei Infektionen im Vaginalbereich?

13.06.2016 |  Von  |  Gesundheit
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Was tun bei Infektionen im Vaginalbereich?
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Wohl kaum eine Frau, die nicht schon einmal eine Infektion im Intimbereich hatte. Tatsache ist, dass die Intimhygiene – gerade auch im Sommer –  eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Erkrankungen im Urogenitaltrakt spielt.

Wie sich Frauen vor Scheidenpilz und anderen Infektionen schützen können, erklären wir im Folgenden.

Scheidenpilz – gerade im Sommer

Es gibt eine Vielzahl an Faktoren, die die Entwicklung einer Infektion im Vaginalbereich begünstigen können. Am häufigsten betroffen sind sexuell aktive Frauen im gebärfähigen Alter. Physiologisch gesehen ist die Vagina ein Ort, der von einer Vielzahl von Mikroorganismen, Bakterien und Pilzen bevölkert wird. Unter bestimmten Umständen jedoch, wie etwa der Neutralisierung des vaginalen pH-Werts, können sich Pilze vom Candida-Stamm schnell vermehren und eine Infektion auslösen.

Gerade im Sommer tritt der Scheidenpilz gehäuft auf. Hohe Temperaturen sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit, begleitet von vermehrtem Schwitzen und dem Besuch öffentlicher Badeanstalten, begünstigen die Entwicklung einer Infektion. Häufig treten Mischinfektionen auf. Im schlimmsten Fall kann es zu Infektionen der Gebärmutter oder der Eileiter kommen.

Als Leitsymptome einer vaginalen Pilzinfektion gelten starker Juckreiz der Vulva sowie weisser Ausfluss aus der Scheide. Auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und beim Wasserlassen können auftreten.

Intimhygiene – Grundlage der Prävention

Im Fall einer Pilzinfektion sind antifungale Medikamente das Mittel der Wahl. Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit von Azol-Derivaten zur Behandlung von Pilzinfektionen bestätigt. Azol-Derivate umfassen Econazol, Fluconazol und Fenticonazol. Ein weiteres Mittel gegen Candidiasis ist Nystatin. Als Grundlage zur Prävention gilt jedoch die entsprechende Intimhygiene.

Frauen mit erhöhter Anfälligkeit sollten ihren Intimbereich daher am besten lediglich mit Wasser und speziellen Intimpflegeprodukten mit einem pH-Wert von 5,5 verwenden. Auch das Tragen von atmungsaktiver Unterwäsche ist eine wirkungsvolle Massnahme zur Vorbeugung. So wird übermässiges Schwitzen im Intimbereich verhindert, während künstliche Materialien zu einem feuchten Milieu führen und damit eine Infektion begünstigen können.

Auch Handtücher gilt es spätestens nach zwei bis drei Tagen zu wechseln. Beim Besuch im Schwimmbad sollte man nicht zu lange mit dem Badeanzug auf dem Handtuch sitzen, weil Erreger in der nassen Umgebung länger überleben können.



Während einer Reise sind Feuchttücher für die Intimpflege ideal. Sie ermöglichen die schnelle und effiziente Erfrischung der Intimzone und schützen vor Pilz- oder bakteriellen Infektionen. Oft sind die Produkte mit Kamillenextrakt angereichert, der gereizte Haut gleichzeitig beruhigt.

Auch mit der Wahl der Waschmittel sollte man sich auseinandersetzen: Hier werden hypoallergene Produkte ohne Duftstoffe empfohlen. Zusätzlich ist der prophylaktische Einsatz von gynäkologischen Probiotika möglich, die für eine ausgewogene vaginale Bakterienflora sorgen. Studien haben nachgewiesen, dass orale Präparate mit Milchsäurebakterien die Vaginalflora wiederherstellen können.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © visivastudio – Shutterstock.com



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