Neues Audiogerät ermöglicht Kommunikation mit Föten

15.06.2016 |  Von  |  News
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Neues Audiogerät ermöglicht Kommunikation mit Föten
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Ein neu entwickeltes Audiogerät macht es schwangeren Frauen möglich, noch vor der Geburt mit ihren Babys zu kommunizieren. Die Daten werden auf dem 25. Europäischen Kongress für Perinatalmedizin präsentiert.

Föten bewegen ihren Mund auf übertriebene Weise, wenn sie eine menschliche Stimme hören. Dies geschieht ab der 16. Schwangerschaftswoche (wenn der Fötus ungefähr 11 cm gross ist) und nur dann, wenn die Stimme ihn über ein intravaginales Gerät erreicht, das speziell zu diesem Zweck entwickelt wurde.

Dies ist eines der Ergebnisse der von Dr. Álex García-Faura, dem wissenschaftlichen Leiter des Institut Marquès, auf dem 25. Europäischen Kongress für Perinatalmedizin vorgestellten Studie. Der Kongress findet im niederländischen Maastricht statt.

Die Studie hat ergeben, dass Babys praktisch keine externen Geräusche hören und nur reagieren, wenn die Geräusche sie über die Vagina erreichen. Dies bestätigt, dass sie durch die Bauchdecke der Mutter so gut wie keine Stimmen hören. Ihre Reaktionen wurden mit dem Babypod® studiert.

Hierbei handelt es sich um ein kleines Gerät, das wie ein Tampon in die Vagina eingeführt wird und mit einem Mobiltelefon verbunden ist, wodurch die Stimme der Mutter oder auch anderer Personen den Fötus erreicht.


Neues Audiogerät ermöglicht Kommunikation mit Föten

Neues Audiogerät ermöglicht Kommunikation mit Föten


„Föten reagieren mit Vokalisierungsbewegungen, wenn sie Sprachnachrichten über die Vagina der Mutter erreichen. Auf Musik reagieren sie anders. Dies führen wir auf die Tatsache zurück, dass
Musik und Stimmen verschiedene Gehirnkreise aktivieren: Musik aktiviert neuronale Schaltkreise, die Emotionen auslösen“, so Dr. García-Faura, der die unterschiedlichen Reaktionen mit transabdominalem Ultraschall untersuchte. Demzufolge bewegen 70 % der Föten ihren Mund, wenn man mit ihnen spricht; wenn sie Musik hören, machen sie komplexere Bewegungen, die auch ein Hervortreten ihrer Zunge umfassen.

Diese Studie erfolgte im Rahmen der bahnbrechenden Forschungsarbeiten des Institut Marquès, die auf den Vorteilen von Musik zu Beginn des Lebens basieren. Die Ergebnisse zur Erkennung der Mutterstimme stellen die Forscher vor neue Herausforderungen: „Föten reagieren auf alle Stimmen gleich. Dies wirft eine neue Frage auf: Werden die vielen Hundert Babys, die bereits während der Schwangerschaft stimuliert wurden, in der Lage sein, die Stimmen ihrer Eltern zu erkennen, wenn sie sie während der Schwangerschaft in der Gebärmutter gehört haben? Und stellt dies einen Stimulus für die Entwicklung von Sprache und Kommunikation dar?“, fährt der Facharzt fort.



Abgesehen davon, dass Babypod® die Kommunikation mit dem Fötus ermöglicht, ist das Gerät sicher und bietet äusserst wichtige medizinische Anwendungen: Mit ihm kann ausgeschlossen werden, dass der Fötus taub ist, und es erleichtert die Ultraschalluntersuchung, die, indem es eine Reaktion bei dem Baby hervorruft, die Abbildung der Fötusstrukturen verbessert.

 

Artikel von: Institut Marquès
Artikelbilder: © Institut Marquès



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