Cornufer hedigeri – ein neuer Frosch-Name

06.07.2016 |  Von  |  Tierwelt
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Es können nur wenige Menschen von sich sagen, dass ein Tier nach ihnen benannt wurde. Diese Ehre wird jetzt dem früheren Direktor des Zoos Zürich, Heini Hediger (1908 -1992), zuteil – nicht zum ersten Mal. „Cornufer hedigeri“ kommt auf den Salomonen in der Südsee vor. Beschrieben wurde der Frosch bereits 1884, der neue Namen war aktuell im Rahmen einer Reklassifikation notwendig. Bisher hiess er Platymantis guppyi.

Mit der Wahl des neuen Artnamens hedigeri würdigen die Wissenschaftler um Rafe M. Brown von der Universität Kansas (USA) Heini Hedigers Verdienste auf dem Gebiet der „Frosch-Forschung“. Es ist nicht Hedigers erste Ehrung dieser Art: Unter anderem gibt es auch bereits eine Hedigerella fasciatella (Gottesanbeterin), eine Parapistocalamus hedigeri (Giftnatter) und eine Japonia hedigeri (Schnecke). Heini Hediger war von 1954 bis 1973 Direktor des Zoo Zürich.

Interaktives im Exotarium

Cornufer hedigeri ist auf den Salomonen weit verbreitet. Die Internationale Welt-Naturschutzunion IUCN stuft ihn derzeit als ungefährdet („least concern“) ein. Damit geht es dieser Froschart besser als sehr vielen anderen: nach Schätzungen der IUCN ist mehr als ein Drittel aller Amphibienarten vom Aussterben bedroht. Gründe dafür sind der Klimawandel, die Zerstörung natürlicher Amphibienlebensräume und eingeführte Tierarten. Hinzu kommt der weltweit verschleppte Chytridpilz, der die Tiere massenweise tötet.

Um auf die prekäre Lage der Frösche und anderer Amphibien aufmerksam zu machen, hat der Zoo Zürich seine Ausstellung im obersten Stock des Exotariums mit einer neuen interaktiven Station ergänzt. An einem grossen Touchscreen taucht der Besucher in Bild und Ton ein in die Welt der Frösche und steuert dabei spielerisch selber, zu welchem Thema er mehr erfahren möchte.

Kreiert hat die Multi-Media-Station die von der Interactive Media Foundation IMF ins Leben gerufene Initiative „Frogs & Friends“. Über eine internationale Vernetzung will sie möglichst viele Menschen dazu animieren, sich für den Erhalt der bedrohten Amphibienwelt einzusetzen. Ähnliche Stationen wie im Zoo Zürich stehen auch in den Zoos Köln und Wien.

 

Artikel von: Zoo Zürich
Artikelbild: © Rafe M. Brown, University of Kansas Biodiversity Institute



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