SMS könnte Notrufsystem ergänzen

07.07.2016 |  Von  |  Kriminalität, News
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SMS könnte Notrufsystem ergänzen
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SMS-Notmeldungen könnten eine sinnvolle Ergänzung zum normalen Notrufangebot von Polizeistationen und anderen Rettungs- und Sicherheitseinrichtungen sein. Denn nicht immer ist ein Telefonat möglich oder in der konkreten Situation angebracht, unter Umständen kann es sogar tödlich sein. Eine SMS hilft dabei, sich lautlos bemerkbar zu machen.

Die Forderung nach SMS-Notmeldungen stellen jetzt Justizexperten aus den USA und machen damit angesichts der jüngsten Amokläufe auf die Dringlichkeit der Situation aufmerksam. Beispielhaft wird der jüngste Terrorakt in Orlando angeführt. Viele Menschen versteckten sich bei dem Anschlag in den WC-Räumen des Clubs, um dem Attentäter zu entgehen.

Technische Voraussetzungen fehlen

Zahlreiche Textnachrichten wurden in dieser Zeit an Angehörige verfasst, denn ein Telefongespräch wäre zu laut gewesen. Viele Empfänger lasen die bangen Minuten live mit, andere informierten die Polizei via 911-Anruf über die Geschehnisse im Gebäude, die sie per SMS gesendet bekamen.

Die Polizei von Orlando verfügt bis dato ausschliesslich über ein Telefonsystem, das keine Textnachtrichten erfassen kann. Somit ist es dort Opfern in Verstecken unmöglich, sich lautlos bemerkbar zu machen. „Wenn jemand sogar ein Foto oder ein schnelles Video machen könnte, wäre das extrem hilfreich für Gesetzeshüter“, unterstreicht Joseph Giacalone vom John Jay College of Criminal Justice und hebt damit hervor, wie wichtig eine Modernisierung vieler Notrufzentralen wäre.

Nicht nur Vorteile

Die Mehrzahl der Polizeistationen in den USA – und auch in anderen Ländern der Welt – ist im Notfall nur per Anruf erreichbar. Besonders wichtig wäre der Textnachrichten-Service auch für taube und schwerhörige Personen, die im Notfall nicht telefonieren können. Es gibt aber auch Bedenken: Das Verfassen einer SMS dauert in den meisten Fällen sehr viel länger als ein Gespräch. Zudem warnen Experten, dass der Standort den Polizeistationen oft nicht vorliegt, wenn die Person in Not dazu keine Angaben macht.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © Daniel Caluian – Shutterstock.com



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