Tragischer Bergunfall am Piz Bernina

11.07.2016 |  Von  |  News
Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Am frühen Sonntagnachmittag ereignete sich am Piz Bernina ein tragischer Bergunfall. Eine Dreierseilschaft stürzte rund 160 Meter ab. Der Führer der Gruppe konnte nur noch tot geborgen werden.

Der 55-jährige Bündner Bergführer befand sich zusammen mit zwei Gästen im Abstieg vom Piz Bernina über den Spallagrat. Nach ersten Erkenntnissen ist eine Person kurz vor der Abseilstelle auf einer Höhe von 3’900 Metern über Meer ausgerutscht. Daraufhin stürzte die Dreierseilschaft rund 160 Meter ab.

Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Bergführers feststellen. Die beiden Gäste, eine 56-jährige Italienerin und ein 58-jähriger Italiener, wurden schwer verletzt. Die Rega überführte sie ins Kantonsspital Graubünden nach Chur. Zwei Frauen, die in einer Zweierseilschaft nachfolgten, beobachteten den Unfall. Sie wurden von der Rega nach Samedan geflogen.

Das Careteam Grischun betreute die beiden psychologisch. Im Einsatz standen auch ein Rettungsteam der SAC-Sektion Bernina, die Heli Bernina und das Alpinkader der Kantonspolizei Graubünden. Die fünfköpfige Bergsteigergruppe hatte in der Tschiervahütte übernachtet und beabsichtigte am Sonntag über den Piz Bernina zur Marco e Rosa Hütte zu gelangen.

Zeugen gesucht

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Kantonspolizei Graubünden Zeugen. Personen, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls um 14 Uhr im Bereich des Spallagrats befanden und den Unfall beobachtet haben, melden sich bitte beim Polizeiposten Poschiavo (Telefon 081 839 04 50).

 

Artikel von: Kantonspolizei Graubünden
Artikelbild: © Kantonspolizei Graubünden



Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Ihr Kommentar zu:

Tragischer Bergunfall am Piz Bernina

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.