Mountainbiking – neue Leitlinien

13.07.2016 |  Von  |  News
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Mountainbiking erfreut sich gerade in der Schweiz – dem Land der Berge – grosser Beliebtheit. Kein Wunder daher, dass in den vergangenen Jahren viele neue Mountainbikestrecken zusätzlich entstanden sind – so beliebt sie sind, sie bedeuten jedes Mal auch einen Landschafts-Eingriff.

Daher hat die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP) ein Grundlagendokument mit Leitlinien zur Planung und zum Betrieb von Mountainbikestrecken erarbeitet. Es soll dazu beitragen, dass landschaftsverträgliche Lösungen gefunden und mögliche Konflikte frühzeitig gelöst werden.

Der Mountainbikesport befindet sich in einem starken Wandel. Während sich Mountainbiker früher vor allem auf bestehenden Wegen bewegten, werden heute waghalsige Abfahrtspisten mit ausgebauten Kurven, spektakulären Sprüngen und künstlich errichteten Bauten immer populärer. Die Entwicklung folgt damit dem allgemeinen Trend, die Infrastruktur für den Sommertourismus stärker auszubauen.

Für mehr Landschaftsschutz

Da das erhebliche und teils unkoordinierte Wachstum solcher Strecken sich oft negativ auf die Landschaft auswirkt, hat die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP) ein Grundlagendokument „Landschaftsschutz und Mountainbike – Leitlinien für die Planung, den Bau und den Betrieb von Mountainbikestrecken“ erarbeitet. Es stellt die unterschiedlichen Mountainbiking-Kategorien, den rechtlichen Rahmen, die möglichen Beeinträchtigungen für die Landschaft sowie denkbare Konfliktfelder dar. Darauf aufbauend werden die Leitlinien aufgestellt.

Die Hauptforderungen sind:

  • Mountainbikestrecken überregional und in Zusammenhang mit dem bestehenden Wegenetz zu planen sowie regionale Schwerpunkte zu setzen;
  • besonders sensible Gebiete und wertvolle Landschaften bereits in der Planung von der Nutzung auszuschliessen;
  • den Effekt auf Natur und Landschaft bei der Anlage von Strecken möglichst gering zu halten;
  • bei Wegen, die von Bikern und Wanderern gemeinsam genutzt werden, gegenseitig Rücksicht zu nehmen und ggf. zu entflechten;
  • regelmässig Erfahrungen zwischen betroffenen Akteuren auszutauschen, um die Toleranz für die unterschiedlichen Interessen zu fördern.

SL-FP erhofft sich, dass die gewonnenen Erkenntnisse und Leitlinien genutzt, diskutiert und aufgenommen werden und in Zukunft dem Schutz der Landschaft und Natur bei der Planung von Mountainbikestrecken besser Rechnung getragen wird.

 

Artikel von: Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP)
Artikelbild: © lassedesignen – shutterstock.com



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