Schweizer Berghilfe – auch für einen Imker da

13.07.2016 |  Von  |  Natur, News
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Geo Sala ist Imker mit Leidenschaft im Tessin. Im Centovalli und im Maggiatal verstreut hält er rund 250 Bienenvölker – genug, um damit jedes Jahr bis zu fünf Tonnen Honig zu produzieren. Ein neuer Verarbeitungsraum hilft ihm jetzt dabei, noch effizienter zu werden. Die Schweizer Berghilfe hat die Räumlichkeiten mitfinanziert.

Geo Salas Bienen leben in bevorzugter Wohnlage. Zumindest das knappe dutzend Völker, das derzeit in Ascona direkt am Lago Maggiore zu Hause ist. Es ist ein verstecktes Paradies, eingekeilt zwischen der grossen Stützmauer einer Strasse, stattlichen Villen und dem See. Auf dem schmalen Uferstreifen hat ein Bekannter von Geo eine kleine Avocado-Plantage eingerichtet. Um sicherzustellen, dass die Pflanzen bestäubt werden, war er gerne bereit, Geo einige seiner Bienenkästen aufstellen zu lassen.


Hier in Ascona, auf der kleinen Wiese unterhalb der Stützmauer, leben wohl die Bienen mit der schönsten Aussicht der Schweiz. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)

Hier in Ascona, auf der kleinen Wiese unterhalb der Stützmauer, leben wohl die Bienen mit der schönsten Aussicht der Schweiz. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)


Imker Geo Sala hält im Centovalli und im Valle Maggia verteilt 250 Bienenvölker. Die meisten leben abgelegen in den Bergen. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)

Imker Geo Sala hält im Centovalli und im Valle Maggia verteilt 250 Bienenvölker. Die meisten leben abgelegen in den Bergen. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)


Imkerei – für Geo Sala eine Berufung

Geo lebt seit fast zehn Jahren von der Imkerei. Nach der landwirtschaftlichen Ausbildung suchte er nach einer Möglichkeit, selbständig draussen in der Natur seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Probehalber schaffte er sich einige Bienenvölker an – und war von der Arbeit mit den spannenden Tieren begeistert.



Er beschloss, ganz auf Bienen zu setzen und fing an, weitere Völker zu züchten. Bald besass er mehrere hundert davon, deren Kästen er den Sommer über verstreut im Centovalli und im Maggiatal aufstellt. In Camedo, zuhinterst im Centovalli, fand er ein leerstehendes Ladenlokal zur Miete. Dort schleudert er den Honig, füllt ihn ab und lagert ihn. Im Winter produziert er aus seinem Honig Nougat, während die Bienen ihren Winterschlaf halten.


Geo Sala ist daran, Völker zu teilen. Dazu schaut er sich jede Wabe einzeln genau an und sucht die Königin. Die muss unbedingt im Kasten bleiben. Dann nimmt Geo einige Waben samt Arbeiterbienen heraus und setzt sie in einen neuen Kasten. Die Bienen ziehen dann eine neue Königin auf und gründen ein neues Volk. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)

Geo Sala ist daran, Völker zu teilen. Dazu schaut er sich jede Wabe einzeln genau an und sucht die Königin. Die muss unbedingt im Kasten bleiben. Dann nimmt Geo einige Waben samt Arbeiterbienen heraus und setzt sie in einen neuen Kasten. Die Bienen ziehen dann eine neue Königin auf und gründen ein neues Volk. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)


Wachstum erfordert Investitionen

Weil immer mehr Völker hinzukamen und der Ertrag in guten Jahren auf bis zu fünf Tonnen stieg, reichte der Platz bald nicht mehr aus. Da auch die hygienischen Bedingungen nicht mehr den Anforderungen entsprachen, musste Geo etwas ändern. Er hatte die Möglichkeit, das bislang gemietete Lokal zu kaufen und plante, es mit viel Eigenleistung auszubauen.


Geo Sala trägt nie Handschuhe, weil er so präziser arbeiten kann und weniger Bienen verletzt. Die Nebenwirkung davon: Stiche sind an der Tagesordnung. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)

Geo Sala trägt nie Handschuhe, weil er so präziser arbeiten kann und weniger Bienen verletzt. Die Nebenwirkung davon: Stiche sind an der Tagesordnung. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)


Einen grossen Teil der voraussichtlichen Kosten konnte er aus seinem Ersparten finanzieren. Aber tatsächlich bauen konnte er erst, als die Schweizer Berghilfe zusicherte, den noch offenen Betrag zu übernehmen. „Im neuen Gebäude kann ich viel effizienter arbeiten. Ich bin der Berghilfe sehr dankbar für die Unterstützung, denn alleine hätte ich es nicht geschafft.“


Das Haus war früher ein Laden, stand dann aber jahrelang leer. Mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte es Geo Sala renovieren. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)

Das Haus war früher ein Laden, stand dann aber jahrelang leer. Mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte es Geo Sala renovieren. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)


Bei seinen Bienen in Ascona ist Geo inzwischen dabei, einige Völker zu teilen. Dazu nimmt er bei jedem Volk die Waben aus den Kästen und sucht die Königin. Die muss dort bleiben, wo sie ist. Dann nimmt Geo einige Waben samt Arbeiterbienen aus den Kästen heraus und setzt sie in einen neuen Kasten.


Der Honig-Ertrag schwankt je nach Wetter von Jahr pro Jahr deutlich. Sein persönlicher Rekord liegt bei fünf Tonnen. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)

Der Honig-Ertrag schwankt je nach Wetter von Jahr pro Jahr deutlich. Sein persönlicher Rekord liegt bei fünf Tonnen. (Bild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe)


Diesen fährt er dann mit seinem blauen VW-Bus zurück ins Centovalli und platziert sie an einem neuen Standort. Dort werden die Bienen dann eine neue Königin aufziehen und ein eigenes Volk gründen. Nicht mit Nachbarn in Traumvillen, aber dafür in einer traumhaften Berglandschaft.

 

Artikel von: Schweizer Berghilfe
Artikelbild: © Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe



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