Enkeltrick: Nicht auf Betrüger reinfallen!

16.07.2016 |  Von  |  Kriminalität, News
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Die Zuger Polizei musste in den letzten Tagen erneut einige dreiste Betrugsversuche feststellen. Dabei wurden wiederum altbekannte Maschen wie der „Enkeltrick“ angewandt. Anlass genug, erneut vor den Betrugsversuchen zu warnen und ein paar nützliche Ratschläge zu geben, was im Falle eines Falles zu tun ist.

Am Donnerstag, 14. Juli 2016, erhielt eine 63-jährige Frau aus Cham gegen13:45 Uhr einen Anruf von einer Frau, die sich als eine ihr bekannte Künstlerin ausgab. Sie bat die 63-Jährige um 28`000 Franken für einen Wohnungskauf. Eine Stunde später ging bei einer 82-jährigen Frau aus Baar ein ähnlicher Anruf mit unterdrückter Nummer ein.

Die unbekannte Frau gab sich als Bekannte aus Deutschland aus und erklärte ihr, dass sie für ein dringendes Immobiliengeschäft 24`000 Franken benötige. In beiden Fällen haben die Betroffenen richtig reagiert und die Zuger Polizei umgehend informiert, weshalb es bei Versuchen blieb.

Niemals Geld an Fremde

Der „Enkeltrick“ ist eine besonders gemeine Form des Trickbetruges, denn die Betrüger nutzen dabei in schamloser Weise die Gutmütigkeit und Ängste von Senioren aus. Sie schlagen meist mit derselben Masche zu: Die Betrüger rufen Zuhause an und geben sich – meist Hochdeutsch sprechend – als Bekannte oder Verwandte aus. Sie setzen ihre Opfer unter Druck und erzählen, sie benötigten dringend Bargeld für einen Hauskauf oder eine andere Investition.

Hinterlistig: Täter als vermeintliche Polizisten

Die Betrüger greifen auch zu hinterlistigen Tricks. Scheitern sie mit ihrer Überredungskunst und das Opfer wird misstrauisch, erhält das Opfer kurz darauf einen Anruf von einem vermeintlichen Polizisten. Dieser sagt, er habe das Telefongespräch mitgehört und könne einen Enkeltrick nicht ausschliessen. Er überredet das Opfer, auf den Betrug einzugehen, um so den Täter fassen zu können. Der vermeintliche Polizist verabredet sich dann mit der Person zum gemeinsamen Gang zur Bank. Und weg ist das Geld.

Die Zuger Polizei ruft insbesondere die jüngeren Generationen dazu auf, alle Senioren im persönlichen Umfeld über den Trick zu informieren. Erklären Sie den älteren Mitmenschen, dass man solche Anrufe sofort beenden und direkt die Polizei via Notruf 117 alarmieren soll.


Nie Auskunft über Vermögen im Haus sprechen.

Nie Auskunft geben über Ihr Vermögen im Haus/Baml sprechen. (Bild: © ollyy – shutterstock.com)


Weitere Tipps

Folgende Tipps hat die Zuger Polizei noch:

  • Seien Sie immer misstrauisch, wenn Sie einen angeblichen Verwandten am Telefon nicht so-fort erkennen. Stellen Sie ihm Fragen, die nur echte Familienmitglieder beantworten können.
  • Nennen Sie niemals Namen Ihrer Verwandten am Telefon. Sagen Sie bei angeblichen Notfäl-len, Sie müssten erst Rücksprache halten, und legen Sie einfach den Hörer auf. Dann wählen Sie eine Ihnen vertraute Nummer Ihrer Familie und überprüfen die Informationen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte! Wenn Sie einem Verwandten etwas schenken wollen, dann tun Sie das immer persönlich.
  • Geben Sie niemandem Auskünfte über Ihr Vermögen im Haus oder auf der Bank.
  • Legen Sie mit Ihrer Bank Bezugslimiten fest. Beantworten Sie kritische Fragen des Bankpersonals am Schalter korrekt.
  • Wenn Ihnen ein Anrufer verdächtig vorkommt, informieren Sie die Polizei (Notruf 117).

Erfolgreicher Trickdiebstahl

Ebenfalls am Donnerstagnachmittag wurde in Cham ein 68-jähriger Mann von einer unbekannten Frau um eine Spende für einen Blindenverband gebeten. Als er ihr eine Geldnote überreichen wollte, wurde er von der Frau umarmt. Bei dieser Gelegenheit stahl die Trickdiebin unbemerkt seine Uhr im Wert von 10`000 Franken. Als der Bestohlene den Verlust bemerkte, war die Täterin bereits verschwunden.

Abstand wahren

Leider kommt es immer wieder vor, dass Täter Passanten in ein Gespräch verwickeln, um eine Spende bitten oder Wechselgeld benötigen. Dabei nutzen die Trickdiebe die Gelegenheit und die Nähe, um das Opfer zu bestehlen. Die Zuger Polizei rät der Bevölkerung, immer genug Abstand zu halten und sich beim „Geldtausch“ nie helfen zu lassen.

 

Artikel von: Zuger Polizei – Kanton Zug
Artikelbild: © Zuger Polizei – Kanton Zug



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