Nach Rindertod in Zürich – Aufruf zur Spontandemo

16.07.2016 |  Von  |  News
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Die Schweizer Tierschutz-Organisation „Tier im Fokus (TIF)“ setzt sich vehement für Tierrechte ein. Jetzt hat die Organisation zu einer Spontandemo am Samstag (16.7.) aufgerufen, um die Schliessung aller Schlachthäuser zu fordern. Anlass war die Erschiessung eines entlaufenen Rindes in der Züricher Innenstadt – für Tier im Fokus (TIF) eine Mahnung an die alltägliche Gewaltkultur in Schlachthäusern.

Am Freitag ist ein Stier dem Schlachter entflohen und galoppierte daraufhin verängstigt quer durch die Stadt Zürich. Von der Polizei verfolgt, wurde das Rind kurz vor Mittag erschossen. Die Flucht in ein Leben in Freiheit gelang nicht. Die Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF) reagierte auf das Ereignis mit einer Spontandemo. Die bewilligte Kundgebung wurde für Samstag um 13 Uhr beim Eingang des Schlachthofs an der Herdernstrasse 63 angemeldet.

Pro Sekunde zwei Tier getötet

„Schweizweit werden pro Sekunde zwei Tiere getötet”, weiss TIF-Präsident Tobias Sennhauser. Beim Sterben im Akkord bleibe die Würde des Tieres auf der Strecke. Der Tierrechtler fordert ein Ende des Schlachtens. „Schlachthäuser gehören zu den brutalsten Orten überhaupt”. Hinter den dicken Mauern würde sich eine Gewaltkultur abspielen. “Weder Genuss noch Profit rechtfertigen das millionenfache Leid der Tiere”, so Sennhauser.

Gross-Demo am 6. August

TIF kennt die Flucht eines Rindes aus eigener Erfahrung. „2014 flüchtete das Kalb Rosa vor ihrem Tod im Schlachthaus”, erzählt Sennhauser. Auf Umwegen sei sie dann zu Tier im Fokus gelangt. Rosas Schicksal zeigt, dass es auch anders geht. „Heute lebt Rosa glücklich fernab von menschlichen Nutzungsansprüchen und der Gewaltkultur in der Tierindustrie.“

Am 6. August hat TIF zum dritten Mal zur grossen Demo für die Schliessung aller Schlachthäuser aufgerufen.

 

Artikel von: Tier im Fokus (TIF)
Artikelbild: TierrechtlerInnen fordern die Schliessung aller Schlachthäuser  (© Klaus Petrus)



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