Das grosse Krabbeln – jetzt im Naturmuseum Solothurn

20.07.2016 |  Von  |  Tierwelt
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Insekten gelten – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht unbedingt als Sympathieträger im Tierreich. Nur Insektenforscher können die verbreitete Apathie nicht nachvollziehen. Für sie sind die Krabbeltiere ein Faszinosum und ein Ausbund an Vielfalt und Nützlichkeit – so auch für Elsa Olbrecht und Christoph Germann vom Naturmuseum Solothurn. Dabei hat jeder von beiden seine Favoriten und Spezial-Gebiete.

Käfer mit dem für sie typischen Rüssel – Rüsselkäfer eben – sind die grosse Leidenschaft von Christoph Germann, dem neuen Mitarbeiter im Naturmuseum Solothurn. Zum 1. November 2015 hat der 38-jährige Entomologe die Stelle der Sammlungsbetreuung der wirbellosen Tiere angetreten und dies mit Elan und einem grossen „Fach-Rucksack“. Diesen konnte er zuvor an den Universitäten Bern und Zürich, am Naturhistorischen Museum in Bern, am Natur-Museum Luzern und bei etlichen Exkursionen füllen.

Insektenforscher und ihre Spezialitäten

Ob bei einer Käferexkursion am Wohlensee in Bern oder anlässlich einer zoologischen Expedition auf die Andamanen (Indien): Christoph Germann ist mit Leib und Seele dabei und begeistert mit seiner Art, wie er sich auf die grosse Welt der kleinen Krabbeltiere einlässt. Dabei sind ihm das Aufzeigen und der Erhalt der Artenvielfalt ein grosses Anliegen. So erstaunt es wenig, dass er am Tag der Biodiversität vom 12./13. Mai 2016 in Solothurn bereits für das Museum im Einsatz war und bei widrigen und insektenunwürdigen Bedingungen eben solche aufspürte.

Elsa Olbrecht ist Ende 2015 in den Ruhestand getreten. Sie hatte in ihrer fast dreissigjährigen Arbeit am Museum ihre feine und liebevolle Handschrift auch in der Insektensammlung hinterlassen: Dank ihrer Arbeit sind rund 100‘000 wirbellose Tiere, darunter eine grosse Schenkung wunderschöner Falter des Solothurner Arztes Dr. Hector Schmassmann, akribisch erfasst und archiviert worden. Dank dieses Vermächtnisses ist der Museums-Bestand an Lindenschwärmern von 14 auf 86 Exemplare angewachsen – bedeutungsvoll, weil es weitgehend Funde aus der Region sind.


Insektenforscher und ihre Spezialitäten

Insektenforscher und ihre Spezialitäten


Einladung zur Insekten-Bestimmung

Nun hat Christoph Germann die Nachfolge angetreten. Bei Bedarf können Interessierte gerne mit ihm Kontakt aufnehmen und ihm Funde zur Bestimmung abgeben. Auch die Mittagssprechstunde vom 3. August 2016 lädt dazu ein: Zwischen 12.15 und 13.30 Uhr nimmt er im Museum Funde entgegen und stellt die Mitbewohner von Haus und Garten näher vor – eine gute Gelegenheit, verschiedene Krabbeltiere kennen zu lernen und sich faszinieren zu lassen – selbstverständlich kostenlos und ohne Anmeldung.

 

Artikel von: Naturmuseum Solothurn
Artikelbilder: © Naturmuseum Solothurn



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