Pontresina: Vermissten-Fall nach 53 Jahren geklärt

26.07.2016 |  Von  |  News
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Die Kantonspolizei Graubünden kann jetzt die Identifizierung eines seit Langem Vermissten melden. Im letzten und vorletzten Sommer waren im Bernina-Gebiet mehrere Leichenteile geborgen worden. Die dabei gefundenen Gegenstände wurden mit Angaben in alten Vermisstenakten abgeglichen. Dabei ergeben sich Übereinstimmungen mit einem Fall aus dem Jahre 1963. Eine rechtsmedizinische Untersuchung der Leichenteile mit DNA-Analysen bestätigte jetzt die Vermutung, dass es sich um Überreste des seinerzeit Vermissten handelt.

Der 36-jährige Alpinist aus Deutschland hatte die Bovalhütte am 30. August 1963 um 7 Uhr morgens verlassen, um mit Skiern zur Marco e Rosa Hütte aufzusteigen. Er war letztmals oberhalb des „Labyrinths“ auf einer Höhe von 3’200 Metern gesehen worden. Seither wurde der Mann vermisst. Im Sommer 2014 und 2015 begaben sich Spezialisten des Alpinkaders und des Kriminaltechnischen Dienstes zum Morteratsch-Gletscher, um von Alpinisten entdeckte Leichenteile zu bergen. Nach mehr als 50 Jahren wurde der Vermisste 3.5 Kilometer vom Ort seines Verschwindens entfernt vom Eis freigegeben.

Was tun bei Leichenfunden im Gletschereis?

Immer wieder schafft das Eis Leichenteile und Gegenstände von vermissten Alpinisten an die Gletscheroberfläche. Insgesamt gelten im Bernina-Gebiet vierzig Personen als vermisst. Findet man auf einer Hochtour Ausrüstungsgegenstände oder menschliche Körperteile, rät die Kantonspolizei Graubünden folgendes:

  • Gegenstände möglichst nicht berühren;
  • Gegenstände fotografieren;
  • Fundstelle markieren, z.B. mit einem Steinmannli;
  • Koordinaten notieren;
  • Fund umgehend der Kantonspolizei Graubünden melden;
  • Gegenstände nur bei unmittelbarer Bedrohung oder wenn der Fundort nicht wiedergefunden werden kann, bergen und beim nächsten Polizeiposten abgeben.

 

Artikel von: Kantonspolizei Graubünden
Artikelbild: © Kantonspolizei Graubünden



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