Tierschutz am Nationalfeiertag

26.07.2016 |  Von  |  Tierwelt
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Die Schweizer sind stolz darauf, dass ihr Land als tierfreundlich gilt und eines der weltweit strengsten Tierschutzgesetze hat. Gerade am 1. August aber versetzen wir unsere Tiere – meist unwissentlich – in Angst und Panik. Swissness wird an diesem Tag gefeiert, eidgenössische Traditionen und Werte werden gross geschrieben, aber die Tiere stehen unter Stress, viele geraten in Panik.

Für Tiere – egal ob zu Hause oder in der freien Natur – bedeuten die Knalleffekte von Feuerwerk erheblichen Stress. Der ungewohnte, unvermittelte Lärm macht Katzen panisch und Hunde ängstlich.  Verantwortungsbewusste Tierhalter lassen ihre Tiere am Nationalfeiertag nicht alleine und sorgen für eine möglichst ruhige Umgebung und Rückzugsorte. Tiere, ins besonders Hunde, orientieren sich an Stimmungslage und Reaktion des Menschen. Wer selber ruhig und gelassen bleibt, signalisiert seinem Tier: Nur keine Panik. Es droht kein Weltuntergang.

Der STS empfiehlt, während draussen gefeiert wird, Fenster und Läden geschlossen zu halten und eine gewohnte Geräuschkulisse (Radio, Fernsehen, Musik) im Haus herzustellen. Keinesfalls sollten Heimtiere während dieser Zeit ins Freie gelassen werden.

Tiere haben ein empfindliches Gehör

Die meisten Tiere hören wesentlich besser als der Mensch und reagieren mit Panik und Flucht auf die laute Knallerei. Das gilt auch für Nutz- und Wildtiere. Insbesondere Pferde sind empfindlich auf plötzlichen Lärm. Sie können sich bei einer Fluchtreaktion erheblich verletzen. Feuerwerk soll nicht in unmittelbarer Nähe von Ställen, weidenden Tieren oder Wäldern gezündet werden. Das schont das empfindliche Gehör der Tiere und vermindert die Gefahr von Unfällen und von Bränden.

Igel verbrennen bei lebendigem Leib

Jedes Jahr sehen tausende Festbesucher unwissentlich dabei zu wie unzählige Kleintiere – Igel, Blindschleichen, Spitzmäuse – bei lebendigem Leib in 1.-August-Feuern verbrennen. Aufgeschichtete Holzhaufen bilden für manches Wildtier einen vermeintlich sicheren Unterschlupf. Am Abend des Nationalfeiertages blockiert jedoch die plötzliche Ansammlung von Menschen jeden Fluchtweg. Das Drama lässt sich verhindern: Bei kleineren Feuern ist es ratsam, das gesammelte Holz erst am Tag des Abbrennens auf- oder umzuschichten. Für grosse Holzhaufen eignet sich das Aufstellen eines Schutzzauns um den Stapel herum.

Weitere Informationen:

Flyer „Angst und Panik durch Feuerwerk“, Merkblatt „1. Augustfeuer – Todesfalle für Wildtiere“, online hier.

 

Artikel von: Schweizer Tierschutz STS
Artikelbild: Symbolbild © Schweizer Tierschutz STS

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