Neue Muntjaks für den Baseler Zoo

27.07.2016 |  Von  |  News, Tierwelt
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Der Zoo Basel hat Zuwachs bekommen: Ende Juni zogen drei weibliche Muntjaks aus dem Leipziger Zoo nach Basel. Insgesamt leben damit fünf Muntjaks-Weibchen auf der Nashornanlage in Basel. Das restliche Ensemble dieser speziellen Lebensgemeinschaft besteht aus Panzernashörnern, Pfauen und Zwergottern.

Chinesische Muntjaks sind sehr kleine Hirsche, die lediglich 50 Zentimeter hoch werden. Sie verstecken sich gerne im hohen Gras der Pflanzeninseln. Da braucht es schon ein gutes Auge und etwas Zeit, um diese Mini-Hirsche sehen zu können. Es sei denn, es ist gerade Fütterungszeit, dann erlebt der Besucher, wie ein Zwei-Tonnen-Tier bereitwillig den Tisch mit einem Winzling teilt.

Chinesische Muntjaks zählen zu den kleinsten Hirschen auf der Welt. Genau wie ihre grossen Verwandten, die heimischen Rothirsche, tragen bei den Muntjaks auch nur die Männchen ein Geweih. Dieses ist rund 15 cm lang und sehr spitz. Im Gegensatz zu den Rothirschen haben Muntjak-Männchen verlängerte obere Eckzähne mit einer Länge von bis zu 5 cm. Diese werden sehr effektiv als Waffe eingesetzt.


Neue Mini-Hirsche für den Zolli: Drei Muntjaks sind Ende Juni auf die Nashornanlage in Basel eingezogen. (Bild: © Zoo Basel)

Neue Mini-Hirsche für den Zolli: Drei Muntjaks sind Ende Juni auf die Nashornanlage in Basel eingezogen. (Bild: © Zoo Basel)


Die Weibchen haben weder ein Geweih noch verlängerte Eckzähne und verlassen sich auf ihre Tarnung zum Schutz gegen Fressfeinde. Das Fell ist rotbraun, und der Körperbau ist eher gedrungen. Beobachtet man ihre Bewegungen, so wirken sie immer etwas unsicher und „abgehackt“. Aber dieses kurze Verweilen zwischen den einzelnen Schritten hilft ihnen, die Umgebung besser zu erkunden und abzusichern. Chinesische Muntjaks sind in Ost- und Südostasien verbreitet und leben als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen. Die männlichen Tiere haben Reviere, die sie gegenüber anderen männlichen Artgenossen verteidigen. Weibliche Tiere bilden lose Gemeinschaften.

Lieber Nashörner als Otter

Die fünf Muntjaks im Zoo Basel haben die Möglichkeit, die Anlagen der Nashörner mit zu benutzen oder die Inseln innerhalb der Anlagen aufzusuchen, wenn sie sich vom Trubel zurückziehen möchten. Im Winter haben die Tiere die freie Wahl zwischen den Stallungen der Nashörner oder ihrem eigenen Stall. Oftmals bevorzugen sie aber die Nähe der grossen Grauen und suchen sich dort ihren Schlafplatz. Die Zwergotter, von denen sich derzeit drei Männchen und ein Weibchen auf der Anlage tummeln, ignorieren die Muntjaks weitestgehend.

Lediglich wenn es ums Fressen geht, kennen die quirligen Otter kein Pardon. Dann wird das Futter der zurückhaltenden Muntjaks durchwühlt in der Hoffnung, einen Leckerbissen ergattern zu können. Es scheint, dass die Muntjaks deshalb die Nähe der ruhigen Nashörner so geniessen. Diese ignorieren die kleinen braunen Mitesser komplett und fühlen sich durch ihre Nähe in keinster Weise belästigt. Die Pfauen finden sich immer zu gewissen Zeiten auf der Anlage ein. Zum einen schätzen sie die Futtervielfalt, zum anderen aber auch den Schutz auf der Anlage, wenn sie Junge führen. Da die Pfauen im Zolli flugfähig sind, können sie jederzeit die Anlage verlassen.





Bei einem Besuch im Sautergarten des Zoo Basel lohnt es sich, etwas Zeit mitzubringen, denn vielen Besuchern entgeht es oft, dass die grossen Grauen nicht alleine auf ihrer Anlage leben. Das geübte Auge wird aber die kleinen braunen Tiere schnell entdecken können, wenn nicht vorher schon die wuseligen Otter für Aktion auf der Anlage gesorgt haben.

 

Artikel von: Zoo Basel
Artikelbilder: © Zoo Basel



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