Zeichen setzen gegen sexuellen Missbrauch

31.07.2016 |  Von  |  Gesellschaft
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Zeichen setzen gegen sexuellen Missbrauch
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Die UBS Optimismus Studie zeigt schockierende Zahlen in Bezug auf Missbrauch in der Schweiz auf: Jedes vierte Mädchen und jeder siebte Junge in der Schweiz ist heute von sexuellem Missbrauch betroffen. Die Missbrauchsopfer kämpfen oft ein Leben lang mit den Folgen.

Am 1. August 2016 startet die nationale Sensibilisierungskampagne, um ein Zeichen gegen sexuellen Missbrauch in Schweiz zu setzen und präventiv zu informieren. Grenzüberschreitungen lassen sich nur als solche erkennen, wenn man weiss, dass es diese gibt.

Die Kummernummer steckt hinter der Kampagne

Lanciert wird die Kampagne und Challenge von der Kummernummer, der Telefonnummer für betroffene Kinder und Jugendliche. Roy Gerber, Gründer der Kummernummer, sagt: „Je abartiger die Geschichten sind, die an mich herangetragen werden, umso stärker ist mein Wille, sexuellem Missbrauch in der Schweiz den Kampf anzusagen. Deshalb sagen wir Stopp! Nicht in meinem Dorf. Nicht in meinem Kanton. Nicht in meinem Land“.

Nagellack am Ringfinger als Zeichen gegen sexuellen Missbrauch

Indem sich Menschen den Nagel ihres Ringfingers lackieren und ein Bild davon an info@kummernummer.org oder auf Instagram unter dem Hashtag #stoppmissbrauch oder direkt auf der Facebookseite der Kummernummer posten, setzen sie ein Zeichen gegen sexuellen Missbrauch.

Wie das Bild inszeniert wird, ob mit oder ohne Porträt, steht allen frei. Hauptsache Solidarität zeigen. Eine weitere, kleine Zusatz-Challenge, die wir uns gesetzt haben: Wir wollen auf jedem Ortsschild der Schweiz eine Stopp-Hand sehen.

Warum der Ringfinger?

Der Ringfinger ist der schwächste Finger der Hand. Darum dient er als Symbol für die Kampagne. Indem er mittels Nagellack ins Zentrum gerückt wird, wird auf die Schwachen der Gesellschaft aufmerksam gemacht.

Zudem kann der Ringfinger kaum alleine aufgestreckt werden, sondern benötigt dazu die Hilfe der andern Finger. Genauso, wie Betroffene die Hilfe ihrer Gesellschaft benötigen, um wieder aufstehen und weitergehen zu können.

Der Ringfinger steht auch für den Bund, analog zum Ehebund, den die Gesellschaft für die Betroffenen eingeht. Einen Bund, für sie da zu sein und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Zu guter Letzt symbolisiert die geöffnete Hand auch ein klares Stoppsignal: Stopp zu sexuellem Missbrauch in der Schweiz.

 

Artikel von: Be Unlimited
Artikelbild: Sexueller Missbrauch in der Schweiz: Jedes vierte Mädchen und jeder siebte Junge betroffen. (© obs/Be Unlimited)

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