Britische Studie: Krebspatienten leben immer länger

02.08.2016 |  Von  |  Gesundheit, News
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Die Lebenserwartung bei Krebs-Patienten hat sich deutlich verbessert. Mehr als 170‘000 Personen in Grossbritannien, bei denen bis zum 40. Lebensjahr Krebs diagnostiziert worden war, haben bis heute überlebt. Das zeigt eine Umfrage des britischen Macmillan Cancer Support. Nach Angaben von Hilfsorganisationen ist die Wahrscheinlichkeit, das erste Jahrzehnt nach einer Krebs-Diagnose zu überleben, doppelt so hoch wie noch Anfang der 1970er Jahre.

Die Studie mit dem Titel „Cancer Then and Now“ untersucht Diagnose, Behandlung und Überleben von Krebspatienten. Danach ist eine „ausserordentliche“ Anzahl von Menschen viele Jahre nach der Krebsdiagnose noch am Leben. Zu verdanken ist diese Entwicklung Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung wie auch einem besseren Screening, das eine raschere Diagnose ermöglicht.

Nebenwirkungen belasten enorm

Die Studienautoren betonen jedoch auch, dass tausende Menschen viele Jahre lang mit den körperlichen, emotionalen und finanziellen Folgen einer Krebserkrankung und der folgenden Behandlung zu kämpfen haben. Betroffen sind vor allem Personen, die eine Krebserkrankung sehr lange überlebt haben. Sie müssen mit den Folgen inzwischen überholter Therapieformen leben, die häufig schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Die Studie geht davon aus, dass rund ein Viertel der Überlebenden langfristig Probleme hat und Unterstützung benötigt.


Die Chance, Krebs zu überleben werden immer besser – aber die Nebenwirkungen belasten. (Bild: © Photographee.eu - shutterstock.com)

Die Chance, Krebs zu überleben werden immer besser – aber die Nebenwirkungen belasten. (Bild: © Photographee.eu – shutterstock.com)


Jane Maher, die leitende Gesundheitsexpertin bei Macmillan Cancer Support, betont, dass heute geringere Nebenwirkungen und ein niedrigeres Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Risiko als in den 1970er und 1980er Jahren zu beobachten sei. „Manche der Nebenwirkungen, die jedoch von den Ärzten als gering eingeschätzt werden, wie zum Beispiel Erschöpfung oder Probleme bei der Kontrolle der Darmfunktion, können gravierende Auswirkungen auf die Lebensqualität haben“.

Laut Maher sei es sehr zu bedauern, dass es auch heute keine Behandlungsmöglichkeit ohne das Risiko gravierender Nebenwirkungen gebe. Von entscheidender Bedeutung sei, dass die wachsende Zahl von Menschen, die noch sehr lange nach einer Krebserkrankung leben, die richtige medizinische Versorgung erhalten.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © Chinnapong – shutterstock.com



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