Film-Piraterie – Torrents wurden durch Streaming verdrängt

02.08.2016 |  Von  |  Konsum, News
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Auch unter Film-Piraten verdrängt Streaming Downloads und Torrents. Die exakten Zahlen gibt das Datenschutz- und Marktanalyse-Unternehmen MUSO bekannt So haben im Jahr 2015 fast 75 Prozent aller Besucher von TV- und Film-Piraterieseiten die Inhalte per Stream konsumiert.

Auch interessant: Unter den Piraten nutzt eine überwältigende Mehrheit klassische Computer statt Tablett oder Smartphone. Die meisten Piraten, in absoluten Zahlen, gibt es nach Angaben gegenüber „TorrentFreak“ zwar in den USA – gemessen an der Zahl der Internet-Nutzer haben jedoch europäische Länder die höchste Piraten-Dichte. Lettland, Bulgarien und Litauen liegen da ganz vorne.

Streaming – ein Massenphänomen

Für den „Global Film & TV Piracy Market Insight Report 2016“ hat MUSO den weltweiten Traffic auf den 14‘000 grössten Piraterie-Webseiten erfasst, mit insgesamt 141 Mrd. Besuchen von 200 Mio. Geräten. Auf den Bereich Film und TV sind 78,49 Mrd. Seitenbesuche entfallen, hier erwies sich Streaming auch in der Online-Schattenwelt als Massenphänomen. Denn 73,69 Prozent der Visits entfielen auf Streaming-Seiten, während Torrents mit 17,24 Prozent abgeschlagen auf Platz zwei landeten. Herkömmliche Download-Seiten liegen gar nur im einstelligen Bereich.


Piraten setzen auf Streaming, nicht mehr auf Downloads und Torrents. (Bild: © Twin Design - shutterstock.com)

Piraten setzen auf Streaming, nicht mehr auf Downloads und Torrents. (Bild: © Twin Design – shutterstock.com)


Bei der legalen Internet-Nutzung haben Smartphones und Tablets den klassischen Desktop bekanntlich in vielen Bereichen längst überholt – bei der Google-Suche beispielsweise im Mai 2015. Piraten dagegen bleiben dem klassischen Computer in hohem Masse treu. 72,07 Prozent aller Piraterie-Zugriffe entfallen laut MUSO auf Desktops, bei Torrents sind es sogar mehr als drei Viertel.

Aktive Europäer, grosse USA

Die grösste Piraterie-Nation ist der Untersuchung zufolge die USA, mit einem Anteil von zwölf Prozent aller Besuche auf entsprechenden Webseiten. Allerdings gilt das nur in absoluten Zahlen. Berücksichtigt man, wie viele Internet-Nutzer es in einem Land gibt und welcher Anteil davon Piraterie-Angebote nutzt, finden sich die wahren Hochburgen in Europa. An der Spitze steht dann Lettland mit einem Piraten-Anteil von 46 Prozent.

In Sachen Piraterie-Dichte folgen auf den Plätzen Bulgarien, Litauen, Kroatien und Spanien. Aussereuropäische Länder schaffen es nicht in die Top 10. Mit einer Piraterie-Rate von 16 Prozent ist – wenig überraschend – Australien die Piraterie-Hochburg des Rests der Welt, gefolgt von Israel. Selbst die Nordamerika-Krone in Sachen Piraten-Anteil an der Internet-Bevölkerung bleibt den USA verwehrt – mit immerhin elf Prozent Piraten-Rate haben hier die stereotypisch „braven“ Kanadier die Nase vorn.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © Maxx-Studio – shutterstock.com

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