Komitee lehnt AHV-Initiative ab

15.08.2016 |  Von  |  News, Politik
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Absage an die AHV-Initiative der Gewerkschaften: Das Komitee „Nein zur AHV-Initiative“ hat sich heute deutlich dagegen ausgesprochen. Die Initiative würde die AHV gefährden, statt sie zu sichern.

Darüber hinaus koste die pauschale Erhöhung der Renten Milliarden. Und zwar zu einer Zeit, zu der die AHV schon rote Zahlen schreibe. Das sei verantwortungslos. Am 25. September stimmt das Volk über die Initiative ab.

Stellungnahme des Komitees

Die sogenannte „AHVplus“-Initiative fordert eine pauschale Erhöhung aller laufenden und künftigen AHV-Renten von zehn Prozent. Diese Forderung steht völlig quer zur derzeitigen Situation der Altersvorsorge und der demografischen Entwicklung. Aufgrund der tiefen Geburtenraten, des Eintritts der Babyboomer ins Pensionsalter und der Tatsache, dass die heutigen Rentnerinnen und Rentner älter werden als je zuvor, schreibt die AHV bereits Verluste.

Wenn wir keine Gegenmassnahmen ergreifen, fehlen bis 2030 jährlich rund sieben Milliarden Franken im AHV-Topf. Bereits mit dieser Perspektive kommen wir nicht um Beitragserhöhungen zugunsten der AHV herum. Damit Berufstätige und Rentner sich noch lange auf eine sichere AHV verlassen können, braucht es eine Gesamtreform der Altersvorsorge und keine willkürliche Rentenerhöhung für alle. Pauschale Rentenerhöhungen kosten Milliarden

Die Rentenerhöhung soll gemäss Initiative für alle gelten – egal ob sie finanziell darauf angewiesen sind oder nicht. Diese Verteilung nach dem Giesskannenprinzip ist falsch und teuer. Bei einem Ja zur Initiative müsste die AHV 2030 jährlich bis zu 5,5 Milliarden Franken mehr Renten auszahlen als heute. Zusammen mit den 7 Milliarden, die auch ohne Initiative schon fehlen, gäbe das ein Loch von jährlich 12,5 Milliarden Franken ab 2030.

Laut Initianten sollen das die Berufstätigen und die Arbeitgeber über höhere Beiträge bezahlen. Somit werden die Milliarden auf die Kreditkarte der Jungen gebucht. Das ist verantwortungslos und nicht generationengerecht. Von der Initiative profitieren die Falschen Die AHV ist das grösste und wichtigste solidarische Sozialwerk der Schweiz. Die Initiative setzt diese Solidarität aufs Spiel indem sie die Falschen begünstigt.

Will man den Personen mit tiefen Renten helfen, ist das teure Giesskannenprinzip der Initiative definitiv der falsche Weg. Wer heute Ergänzungsleistungen (EL) erhält, weil er von den Renteneinkommen aus AHV und beruflicher Vorsorge sowie seinem Vermögen nicht leben kann, verliert mit der Initiative. Gemäss Bundesamt für Sozialversicherungen würde die Rentenerhöhung für rund zwei Drittel der ELBezügerinnen und -Bezüger keinen Vorteil bringen. Sie würden gegenüber heute sogar benachteiligt werden. Denn steigt die AHV, wird die EL gekürzt.

Die weniger weich gebetteten Rentner hätten also nicht mehr im Portemonnaie als zuvor. Die oberen Einkommen hingegen würden prozentual von der Initiative profitieren und die Rentenerhöhung direkt im Portemonnaie spüren. Somit schiesst die Initiative klar am Ziel vorbei.

 

Artikel von: CVP Schweiz / Überparteiliches Komitee „Nein zur AHV-Initiative“
Artikelbild: AHVplus-Initiative (© QDS Media)



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