Abschiedsstimmung im Zoo Basel

17.08.2016 |  Von  |  Natur, Tierwelt
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Der Zoo Basel muss derzeit von vielen Tieren Abschied nehmen. Einige sind nur über den Winter fort, andere gehen für immer – in andere Zoos. Die Störche verabschieden sich vorübergehend in den Süden und kehren hoffentlich wohlbehalten im Frühling zurück. Die ersten sind schon ausgeflogen, täglich werden es weniger. Die Jungstörche üben noch für die grosse Reise und fliegen in der Region herum. Leerer geworden ist es auch im Löwen- und im Schneeleopardengehege: Drei junge Männchen – zwei Löwen und ein Schneeleopard – wurden an andere Zoos gegeben.

Jetzt, wo wir Menschen aus den Sommerferien zurück sind, beginnt die Reisesaison der Störche. Bereits seit anfangs August ziehen die Jungstörche in der Region herum und üben sich im Fliegen. Einzelne haben sich bereits auf den Weg gemacht. Fast täglich zählt der Tierpfleger im Zoo Basel immer weniger Störche und Ende September werden die Horste verwaist sein.

Trotz des schlechten Wetters im Frühling ist die Storchenbrut in diesem Jahr recht gut ausgefallen. 43 Junge wurden im Zoo Basel beringt, in der Region ganze 124. Der Wegzug ins Winterquartier beginnt jeweils im August. Die Jungstörche erreichen ohne Führung durch die Altvögel ihr Ziel mit Hilfe eines inneren „Kompasses“. Während die Altvögel jedes Jahr auf die lange Reise gehen und Anfang Jahr wieder zurückfliegen, kehren die Jungen erst nach zwei bis vier Jahren, wenn sie brutreif geworden sind, ins Brutgebiet zurück.

Die Reise der Störche begleiten

Den Zug der Störche kann man dank einzelnen mit Sendern versehenen Störchen über www.storch-schweiz.ch  auf Karten verfolgen. Von den im Zoo Basel geschlüpften und besenderten Störchen kennt man zurzeit den Aufenthaltsort von „Lenny“. „Lenny“, welcher dieses Jahr zwei Junge aufgezogen hat, befindet sich noch in der Region.

Auch die beiden anderen Senderstörche des Zoo Basel „Yumna“ und „Luna“ hatten Nachwuchs. Ihr Aufenthaltsort ist zurzeit unsicher, da deren Sender im einen Fall nur sporadisch, im anderen Fall gar nicht mehr senden. Der Zoo Basel hat eigens die Facebook-Seite „Amelios“ eingerichtet, um über die Störche zu berichten. Die Seite trägt ihren Namen zu Ehren des leider verstorbenen ersten Senderstorches „Amelios“.







Bildergruppe: Die Störche verlassen nach und nach den Zoo Basel und kehren hoffentlich im Frühjahr gesund und munter zurück.


Gewohnheiten haben sich geändert

Weissstörche legen auf ihrem Zug ins südliche Winterquartier pro Tag rund zweihundert Kilometer zurück. Die mitteleuropäischen Störche gehören zu den „Westziehern“, sie umfliegen das Mittelmeer auf der westlichen Route. Via Spanien und Gibraltar zogen sie traditionellerweise nach Westafrika. Seit einigen Jahren bleiben viele von ihnen allerdings in Südspanien; sie halten sich dort oft auf Mülldeponien auf, wo das Nahrungsangebot gross ist.

Die Gesellschaft Storch Schweiz erforscht die Gründe für diese Veränderung. Im Projekt „SOS Storch – Storchenzug im Wandel“ wird die Flugroute mittels Satellitensendern verfolgt. Der Zoo Basel unterstützt dieses Projekt. Mehrere im Zoo Basel geschlüpfte Störche flogen seither für die Forschung.

Nicht nur auf den Storchenhorsten, auch bei den Schneeleoparden und den Löwen ist es ruhiger geworden. Ein einjähriges Schneeleopardenmännchen ist letzten Donnerstag in die „Ménagerie du Jardin des Plantes“ gegangen. Am Freitag sind zwei ebenfalls einjährige Löwenmännchen in den Zoo Leipzig gereist.

Wer mehr über Störche und ihre Reise wissen möchte, findet auf der Facebook-Seite „Amelios“ stets aktuelle Informationen: www.facebook.com/zoobasel.amelios

 

Artikel von: Zoo Basel
Artikelbilder: © Zoo Basel

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