Publikumsrat bewertet Programm des SRF

22.08.2016 |  Von  |  Allgemein, News
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Viel Lob und ein wenig Kritik: Der Publikumsrat SRG.D verfolgte unterschiedliche Sendungen rund um die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels und war beeindruckt.

Zudem habe sich die Lancierung der drei neuen Comedy-Formate „Deville“, „Müslüm Television“ und „Headhunter“ gelohnt, wobei „Headhunter“ nicht auf ganzer Linie überzeugte. Lob gab es zudem für die Berichterstattung zur „UEFA EURO 2016“.

SRF: Beeindruckende Vielfalt

SRF hat diesen Sommer im Zusammenhang mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels den Gotthard aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Der Publikumsrat verfolgte die Sendungen auf Fernsehen SRF und ist beeindruckt von der Leistung der Verantwortlichen und der Souveränität in der Moderation. Die Bedeutung des Gotthards für die Schweiz und Europa rechtfertigt den grossen Einsatz von Personal und Technik.

Die Livesendung zur offiziellen Eröffnung des Basistunnels am 1. Juni und vor allem den Publikumstag am 4. Juni kamen gut an, allerdings empfanden mehrere Beobachtende die Sendungen als zu lang. Positiv äusserten sich die Ratsmitglieder zur enorm umfangreichen Gotthard-Subsite von srf.ch. Sie wünschten sich aber innerhalb dieser eine klarere Struktur.


Deville - Late-Night-Show (Dominic Deville und Kabarettist Manuel Stahlberger) (Bild: © SRF/Marcus Gyger NO SALES NO ARCHIVES)

Deville – Late-Night-Show (Dominic Deville und Kabarettist Manuel Stahlberger) (Bild: © SRF/Marcus Gyger NO SALES NO ARCHIVES)


SRF 1: Junge, freche Comedy

Das Experiment von Fernsehen SRF, drei neue Comedy-Formate zu lancieren, hat sich aus Sicht des Publikumsrats gelohnt. Die drei Formate sind sehr unterschiedlich und sprechen daher auch verschiedene Unterhaltungsbedürfnisse und Zielpublika an, wobei besonders „Müslüm Television“ und „Deville“ ein jüngeres und urbanes Publikum finden dürften.

Auch die „Web first“-Ausstrahlung und die Nutzung von YouTube als Verbreitungskanal orientiert sich an den Bedürfnissen einer jüngeren Zielgruppe. Die Auseinandersetzung mit Aktualität und Gesellschaft in Form von junger, frecher Comedy hat durchaus Unterhaltungspotenzial.

„Headhunter“ konnte den Publikumsrat nicht überzeugen, eine Weiterentwicklung von „Deville“ und „Müslüm Television“ ist hingegen wünschenswert. Wichtig und richtig finden die Ratsmitglieder, dass SRF der Schweizer Comedy-Szene eine Plattform bietet und gezielt neue Comedians aufbaut.


UEFA EURO 2016 / SRF Sport (Bild: © SRF/Marcus Gyger NO SALES NO ARCHIVES)

UEFA EURO 2016 / SRF Sport (Bild: © SRF/Marcus Gyger NO SALES NO ARCHIVES)


SRF 2: Lob für: „UEFA EURO 2016“

SRF hat Spiel für Spiel überzeugt. Die Berichterstattung zur „UEFA EURO 2016“ hatte die gewohnt hohe Qualität, wie sie der Publikumsrat in den letzten Jahren auch bei anderen Sportgrossanlässen feststellen konnte. Mengenmässig erreichte SRF eine Obergrenze – sowohl über den gesamten Euro-Sendezeitraum gesehen als auch an den einzelnen Spielabenden: Detailkritik gab es bei den Kommentatoren.

Ausser der lockeren, ansprechenden Serie „Florence en France“ mit Einblicken in das Leben in Frankreich ausserhalb der Spielfelder fehlten praktisch in der ganzen Berichterstattung die weiblichen Gesichter. Für zufriedene Gesichter sorgt dafür die SRF Sport-App. Werden die wenigen Kinderkrankheiten noch behoben, kann sie sich zum Standardprogramm für alle Sportfans entwickeln.

 

Artikel von: Publikumsrat SRG Deutschschweiz
Artikelbild: © SRF/Marcus Gyger NO SALES NO ARCHIVES



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