Gaza Zoo: Für ein Damhirsch-Baby kam VIER PFOTEN zu spät

23.08.2016 |  Von  |  News, Tierwelt
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Für ein Damhirsch-Baby im Zoo von Gaza kam die Hilfe des VIER PFOTEN-Rettungsteams zu spät. Kurz nach dem Eintreffen vor Ort erfuhren die Helfer, dass das Tier an einer entzündeten Wunde verstorben war. Eigentlich hätte in wenigen Tagen der Transport stattfinden sollen. Das Team von VIER PFOTEN setzt nun alles daran, die übrigen Tiere sobald wie nur möglich in ihr neues Zuhause zu bringen.

Nach der Ankunft des VIER PFOTEN-Teamleiters Dr. Amir Khalil in Amman, Jordanien, war er informiert worden, dass das Damhirsch-Baby verstorben war. Es hatte sich offensichtlich verletzt. Die Wunde entzündete sich daraufhin so schwer, dass das Tier das nicht überlebte. Lokale Tierärzte hatten zwar versucht zu helfen, verfügten jedoch nicht über ausreichend Kenntnisse und Mittel, um das bereits stark geschwächte Tier angemessen zu versorgen.

„Dieser tragische Vorfall zeigt uns, wie akut die Notsituation im Khan Younis Zoo ist. Die Versorgungslage und die Infrastruktur sind dermassen schlecht, dass das Leben der Tiere stark gefährdet ist. Wir müssen diese Tiere jetzt dringend hier herausholen“, so Dr. Amir Khalil. Zusätzlich wurde Dr. Khalil darüber informiert, dass die beiden Stachelschweine des Zoos aus ihren Gehegen entkommen konnten. „Vermutlich befinden sie sich noch auf dem Gelände. Wir werden alles versuchen, um sie wieder einzufangen.“


VIER PFOTEN Schweiz rettet Tiere aus dem Khan Younis Zoo in Gaza. (Bild: © VIER Pfoten)

VIER PFOTEN Schweiz rettet Tiere aus dem Khan Younis Zoo in Gaza. (Bild: © VIER Pfoten)


Grosser organisatorischer Aufwand

Dem Rettungsteam war es nach stundenlangem Warten an der Grenze spätnachts endlich gelungen, nach Gaza einzureisen. Es konnte kurz danach erstmals die Lage im Zoo sondieren und mit logistischen Vorbereitungen beginnen. „Wir müssen 15 Tiere unterschiedlichster Spezies transferieren – Schildkröten, Adlerbussarde, einen Tiger – das allein ist organisatorisch ein riesiger Aufwand. Das Team vor Ort arbeitet bereits auf Hochtouren“, so Julie Stillhart, Länderchefin VIER PFOTEN Schweiz. Das Einsatzteam besteht aus mehreren Tierärzten sowie Mitarbeitern für die logistischen Abläufe.


Damhirsch-Baby im Zoo von Gaza mit Mutter (Bild: © VIER Pfoten)

Damhirsch-Baby im Zoo von Gaza mit Mutter (Bild: © VIER Pfoten)


Das Ziel der Mission in Gaza bleibt unverändert, betont Dr. Khalil: VIER PFOTEN wird die Zootiere aus dem Khan Younis Zoo befreien und sie in ein neues Zuhause transferieren. „Solange die Tiere nicht in unserer Obhut sind, ist ihre Sicherheit nicht gegeben. Daher müssen wir alles daran setzen, sie so rasch wie möglich da rauszuholen.“

 

Artikel von: VIER PFOTEN Schweiz
Artikelbild: © VIER Pfoten

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