Papierkarte zur Erkennung falscher Medikamente

24.08.2016 |  Von  |  News
Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!
Jetzt bewerten!

Eine Ein-Dollar-Papierkarte, mit der man die Hochwertigkeit und Echtheit von Medikamenten testen kann – das haben jetzt Forscher der University of Notre Dame entwickelt.

Vergleichbare Hilfsmittel kosteten bisher im Schnitt etwa 30.000 Dollar, was rund 26.480 Euro entspricht.

Wachs-Barrieren erkennen die Qualität

Besonders durch die zahlreichen Arznei-Einkäufe im Internet häuft sich das Risiko, gefälschte, abgelaufene und wirkungslose Medikamente einzukaufen. „Leute, die keinen Zugang zu hochqualitativen Medikamenten haben, haben auch nicht die Ressourcen, um Instrumente anzuschaffen, welche die Authentizität überprüfen“, erklärt Studienautorin Marya Lieberman.

„Anstatt eines 30.000-Dollar-Instrumentes haben wir eine Papierkarte entwickelt, die einen Dollar kostet“, so Lieberman. Auf dem Papier sind zwölf nebeneinander liegende Spuren, die durch parallele Wachs-Barrieren getrennt bleiben. Jede Reihe ist mit Indikatorpapier beschichtet, das auf die jeweiligen Inhaltsstoffe eines Medikaments reagiert.

Einfache Anwendung

Die Anwendung des Tests ist simpel und ohne wissenschaftliche Kenntnisse durchführbar. Die Forscher zerkleinern dafür eine Pille und reiben das dadurch entstandene Pulver über alle zwölf Spuren des Papiers. Danach muss der untere Rand der Papierkarte rund drei Minuten in Wasser getaucht werden.

Dies bewirkt eine Reaktion, durch die sich die verschiedenen Indikator-Spuren verfärben. Für jedes Medikament gibt es ein bestimmtes Farbmuster, das entstehen muss. Mit diesem lässt sich die eigene Probe dann einfach abgleichen.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © Paul Biryukov – shutterstock.com

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.

Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Ihr Kommentar zu:

Papierkarte zur Erkennung falscher Medikamente

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.