Was hilft bei akuten Atemwegsinfekten?

09.09.2016 |  Von  |  Gesundheit, News
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Im Herbst sind akute Atemwegserkrankungen vorprogrammiert. Denn das nasskalte Wetter bietet ideale Bedingungen für Krankheitserreger. Trockene Heizungsluft reizt zudem die Schleimhäute und schwächt die Abwehrfunktion.

Wie man Atemwegsinfekte vorbeugen und was man machen kann, um die Heilung zu unterstützen, lesen Sie hier.

Atemnot, starke Schmerzen oder Fieber? Keine Selbstmedikation!

Nicht mit jedem akuten Atemwegsinfekt muss man gleich zum Arzt. Unkomplizierte Infekte der oberen Atemwege wie Erkältungen kann man erst mal mit Hausmitteln behandeln. Sollten sich die Beschwerden nicht innerhalb von fünf Tagen bessern oder treten gar Atemnot, Schmerzen beim Atemholen, starke Ohren-, Kopf- oder Gliederschmerzen auf, ist ein Arztbesuch jedoch notwendig.

Gleiches gilt bei hohem Fieber (über 39 °C), starker Erschöpfung oder wenn man sich bereits in einem fortgeschrittenem Lebensalter befindet. Bei Säuglingen oder kleinen Kinder sollte ebenfalls ein Mediziner zu Rate gezogen werden. Besonders vorsichtig sollten auch Schwangere sein. Diese sollten keine Medikamente – auch nicht auf pflanzlicher Basis – einnehmen, ohne sich im Beipackzettel, beim Arzt oder Apotheker vergewissert zu haben, dass diese für sie geeignet sind.

Immunabwehr stärken

Stress, Schlafmangel, Rauchen oder vorherige Krankheiten – all dies schwächt die Abwehrkräfte und macht uns anfälliger für akute Atemwegsinfekte. Neben Bewegung, viel frischer Luft und kalt-warmer Wechselduschen verbessert auch eine gesunde, vitaminreiche Ernährung die Immunabwehr.

Kiwis und Zitrusfrüchte beispielsweise enthalten viel Vitamin C, das sich positiv auf die Abwehrkräfte auswirkt. Das Spurenelement Zink aktiviert das Immunsystem und hilft gegen Erkältungsviren. Ebenso empfehlenswert sind pflanzliche Sonnenhut(Echinacea)-Präparate oder Frischpflanzensäfte.

Das Ansteckungsrisiko lässt sich durch häufiges Händewaschen, den Verzicht auf Händeschütteln und korrektes Naseputzen verringern. Hierbei hält man sich ein Nasenloch zu und schnaubt nicht zu heftig in ein Papiertaschentuch, das anschliessend entsorgt wird.


Herbstzeit ist Erkältungszeit (Bild: © Produktownia - shutterstock.com)

Herbstzeit ist Erkältungszeit (Bild: © Produktownia – shutterstock.com)


Wärmeempfinden verbessern

Bei den ersten Symptomen eines Atemwegsinfekts sollten die Betroffenen ihre Füsse etwa zehn Minuten in langsam immer wärmer werdendem Wasser baden. Hierfür Füsse in 36 Grad warmes Wasser halten und anschliessend solange schrittweise warmes Wasser hinzufügen, bis 40 Grad erreicht sind oder man es problemlos noch darin aushalten kann.

Durch die Fussbäder werden die Schleimhäute im Kopf-Halsbereich besser durchblutet und so die Immunabwehr unterstützt. Zudem können sie Schmerzen lindern. Gekaufter oder selbst gemachter Ingwertee verbessert ebenfalls das Wärmegefühl und eignet sich somit im Anfangsstadium.

Das hilft bei Halsschmerzen, Schnupfen und Husten

Soweit gesundheitlich nichts dagegen spricht, sollte man bei einem akuten Atemwegsinfekt etwa zwei Liter pro Tag trinken. Halsschmerzen lassen sich gut mit warmen Erkältungstees, Lutschbonbons oder Gurgellösungen, beispielsweise mit Salbei, lindern.

Ebenso können homöopathische Mittel bei Schmerzen helfen und sie verkürzen. Der Vorteil ist, dass diese Präparate auch bei Kindern angewendet werden können. Viele Arzneimittel enthalten pflanzliche Schleimstoffe (Spitzwegerich), die sich schützend auf die Schleimhaut im Mund und Rachen legen. Dies lindert sowohl Halsschmerzen als auch Hustenreiz.

Nasensprays oder -tropfen mit Meerwasser befeuchten die Nasenschleimhaut, verflüssigen das Sekret und eignen sich somit gut bei verstopfter Nase. Einige Präparate enthalten ätherische Öle. Diese erleichtern das Atmen, indem sie den zähen Schleim lösen und abschwellend wirken.

Ebenso empfehlenswert sind Dampfbäder oder -inhalationen. Sie befreien die Nase und lindern Hustenreiz. Dem Wasser können ätherische Öle (Eukalyptus, Fichtennadel) oder entzündungshemmende Kamille zugesetzt werden.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © 
wavebreakmedia – shutterstock.com



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