Studium für die Welt von morgen – an der HSG

13.09.2016 |  Von  |  News
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Forschung und Lehre an der Universität finden nicht im wissenschaftlichen Elfenbeinturm statt, sondern sind von sich wandelnden Rahmenbedingungen geprägt. Gesellschaftliche Trends und die Digitalisierung sind dabei heute prägend und verändern den Lehrbetrieb nachhaltig.

Genügte bisher eine Vorlesung für Hunderte von Studenten, ist heute vermehrt kreativer Austausch gefragt. Videogestütztes Selbststudium, interaktive Fallstudien oder Massiv Open Online Courses (MOOC) sind daher Formen der Wissensvermittlung, auf die die Universität St. Gallen (HSG) verstärkt setzt. Mit diesen innovativen Lehrformaten sowie modernen Räumlichkeiten wie einem Trading Room und ab Frühjahr 2017 einem „Learning Studio“ will sie eine zukunftsfähige Ausbildung anbieten.

Studium im Zeitalter elektronischer Kommunikation

Insgesamt bietet die HSG ihren Studenten jedes Semester über 900 Lehrveranstaltungen. Die Milleniumsgeneration ist geprägt vom elektronischen Kommunikationszeitalter. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen: Wie können Studenten dauerhaft zum Lernen motiviert werden? Wie lässt sich selbständiges Lernen unterstützen? Wie lassen sich Bezüge zu Forschung und Praxis in den Hörsaal integrieren? Und wie können Handlungskompetenzen, kreatives Denken und Führungsqualitäten noch lebendiger vermittelt werden?

Um auf dem Feld der Lehre im internationalen Bildungswettbewerb ihre traditionell starke Position zu verteidigen, hat die HSG bereits einiges angestossen und umgesetzt. Neue Infrastrukturen wie ein Trading Room, ein Arena-artiger Vorlesungsaal oder neue Lernplätze für Studierende wurden realisiert.

Um die Entwicklung innovativer Lehrformen zu unterstützen und bereits umgesetzte Ideen sichtbarer zu machen, führte die Universität zudem bereits zweimal einen „Tag der Lehre“ durch. Von morgens bis abends stand das Bibliotheksgebäude im Zeichen des Austausches zu Lehr- und Lernprozessen. Auch wurden im vergangenen akademischen Jahr neue didaktische Konzepte wie videogestütztes Selbststudium, eine interaktive Fallstudie oder ein Massive Open Online Course (MOOC) zu finanzieller Führung ausprobiert und eingesetzt.

Gezielt neue Lehrformate entwickeln

Bei diesen ersten Schritten will es die HSG aber nicht bewenden lassen. Im Rahmen eines „Teaching Innovation Lab“ soll ein Team aus diversen Bereichen weitere Formate wie Videos, Webinars oder Podcasts fürs Studium entwickeln und insbesondere die Dozierenden bei der Einführung digitaler Lehrformen unterstützen.

Bis zum Frühjahrssemester 2017 soll zudem im Lehrpavillon auf dem Campus ein „Learning Studio“ eingerichtet werden. Dieses soll mit beschreibbaren Wänden, abtrennbaren Räumen sowie flexiblem Mobiliar ausgestattet sein, um als Testumgebung für Lehrräume der Zukunft dienen zu können. Dieser Raum soll insbesondere Dozierenden zur Verfügung stehen, die interaktive Lehrformate im Unterricht einsetzen wollen.

Drei Meilensteine im abgelaufenen Jahr

Drei Meilensteine kennzeichneten das vergangene Universitätsjahr:

  • Erstens kann nach den abgeschlossenen Testplanungen der eingeschlagene Weg einer Erweiterung der HSG am Rosenberg und am Platztor weiterverfolgt werden. Das Bibliotheksgebäude soll saniert werden. Zudem ist auf dem Rosenberg ein sogenanntes „Learning Center“ geplant, das Lernplätze für Studierende beinhalten soll.
  • Der zweite Meilenstein ist die Anfang 2016 von der Regierung gestartete Bildungsoffensive, um dem Fachkräftemangel im Informatikbereich im Kanton entgegenzuwirken. Neben Projekten an den Mittelschulen und der Fachhochschule St. Gallen soll auch die Universität St. Gallen einen weiteren Schritt in Richtung digitales Zeitalter machen. Ein durch die Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell (IHK) finanzierter Prüfauftrag soll zeigen, wie an der HSG ein „Schwerpunkt Informatik“ eingerichtet werden könnte.
  • Den dritten Meilenstein bilden Schritte in Richtung einer Medizinausbildung für die Ostschweiz im Rahmen einer Kooperation der Universitäten St. Gallen und Zürich sowie des Kantonsspitals St. Gallen(KSSG). Der Fahrplan sieht vor, dass bereits im Herbstsemester 2017 die ersten rund 40 Studenten der „St. Galler Kohorte“ an der Universität Zürich ihr Bachelor-Studium in Medizin beginnen. Ab 2020 werden sie dann mehrheitlich ihren Master in St. Gallen absolvieren, der zu einem Joint Degree der Universitäten St. Gallen und Zürich führen wird.

Vision 2025 angepasst

Dass die HSG auch über das Jahr 2020 hinausdenkt, zeigt sich in der Verabschiedung ihrer Vision 2025 durch den Universitätsrat. Dazu wurde die Vision 2020 in einem internen, partizipativen Prozess überarbeitet.

Ihr Credo lautet: „Als führende Wirtschaftsuniversität setzen wir in Forschung und Lehre weltweit Massstäbe, indem wir integratives Denken, verantwortungsvolles Handeln und unternehmerischen Innovationsgeist in Wirtschaft und Gesellschaft fördern.“

 

Artikel von: Universität St. Gallen
Artikelbild: © Maxi86ch, Wikimedia, CC



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