Travail.Suisse zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative

22.09.2016 |  Von  |  News, Politik
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Die Entscheidung des Nationalrats am Mittwoch, der Empfehlung der staatspolitischen Kommission zu folgen und auf Höchstzahlen und Kontingente bei der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative zu verzichten, wird von Travail.Suisse begrüsst.

Damit sei dem Irrweg des Bundesrates mit einer unilateralen Schutzklausel eine Absage erteilt worden.

Die vom Nationalrat gewählte Lösung stelle eine EU-kompatible Umsetzung sicher und man habe sich damit für den Erhalt der bilateralen Verträge ausgesprochen. Gleichzeitig fordert Travail.Suisse als Interessenvertretung Schweizer Arbeitnehmer intensivere Anstrengungen zum Schutz und zur Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials. Konkret erklärt der Dachverband:

Konflikt mit EU vermieden

„Travail.Suisse erachtet die Entscheide des Nationalrates als richtigen Weg zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative. Anstatt einen Konflikt mit der Europäischen Union zu riskieren und damit die bilateralen Verträge zu gefährden, sollen die Hausaufgaben im Inland zugunsten der inländischen Arbeitnehmer angegangen werden.

In einem ersten Schritt ist der Bundesrat gefordert, die notwendigen Massnahmen zur besseren Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials zu erreichen und damit den Bedarf nach ausländischen Arbeitskräften auf das wirtschaftlich Notwendige zu beschränken. Dabei reichen Placebo-Massnahmen nicht aus.

Familie und Beruf – finanzielle Förderung

Das grösste Potenzial ergibt sich durch Massnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zur Qualifizierung. Travail.Suisse fordert von Bundesrat und Parlament den Ausbau und die finanzielle Entlastung der familienergänzenden Kinderbetreuung und einen Sonderkredit für die Weiterbildung älterer Arbeitnehmer sowie für die Nachholbildung Erwachsener.

Für Travail.Suisse ist klar, dass nur eine gesteigerte Arbeitsmarktfähigkeit der älteren Arbeitnehmer, eine stärkere Arbeitsmarktpartizipation der Frauen über eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine leichtere Integration der Jungen in den Arbeitsmarkt den Rückhalt der Personenfreizügigkeit zurückgewinnen kann.“

 

Artikel von: Travail.Suisse
Artikelbild: © Ververidis Vasilis – shutterstock.com



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