Demenz-Forschung – Prognose des Krankheitsverlaufs

25.09.2016 |  Von  |  Gesellschaft, Gesundheit
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Demenz-Forschung – Prognose des Krankheitsverlaufs
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Angesichts der stetig steigenden Lebenserwartung wird das Problem von Demenz-Erkrankungen drängender. Viele Aspekte und Zusammenhänge bei Altersdemenz sind noch nicht erforscht. Und um Ursachen, Wirkungen und Verlauf besser zu erkennen, bedarf es noch erheblicher Anstrengungen.

Demenz-Experten des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Neuroscienze ist jetzt ein Fortschritt gelungen. Sie haben herausgefunden, dass bei von Mild Cognitive Impairment betroffenen Personen längerfristige Vorhersagen zum Krankheitsverlauf möglich sind. Das eröffnet neue Wege für vorbeugende Massnahmen und kann auch dazu beitragen, die gesamtwirtschaftlichen Kosten zu senken.

Analyse von Alltags-Tätigkeiten

Die Studie ist Teil des italienischen Forschungsprojektes „Italian Longitudinal Study on Aging“. Sie hat systematisch auftretende Probleme bei einfachen, sich regelmässig wiederholenden Alltagsverrichtungen wie Waschen und Zähneputzen und komplexeren Tätigkeiten wie Kochen und Telefonieren untersucht. Hinzu kamen auch ausserhalb der häuslichen Umgebung liegende Vorgänge wie Einkaufen und Busfahren.

„Es hat sich gezeigt, dass bei komplexeren Aktivitäten eine Vorhersage zum Verlauf der Demenz bis zu acht Jahren möglich ist“, so Projektleiter Antonio Di Carlo. Die Prognosen seien unabhängig von Alter, Geschlecht und anderen Krankheiten möglich. Zudem lässt sich ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der mit Schwierigkeiten behafteten Tätigkeiten und dem Risiko einer Krankheitsverschlimmerung feststellen.



Was Schwierigkeiten bei Tätigkeiten aussagen

„Während sich bei nur einer Tätigkeit mit Schwierigkeiten das Risiko verdoppelt, steigt es bei mehr als vier Tätigkeiten in acht Jahren um das Neunfache“, sagt Di Carlo. An Altersdemenz, so eine aktuelle Erhebung zum Gesundheitszustand der über 65-Jährigen, leiden ungefähr 700‘000 Italiener. Von leicht kognitiven Defiziten sind landesweit sogar rund drei Mio. Senioren betroffen. Die Studie wurde zusammen mit Experten der Università di Firenze durchgeführt. Details sind im „Journal of Alzheimer’s Desease“ nachzulesen.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © SpeedKingz – Shutterstock.com



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