Computer lernen Bakterien erkennen

28.09.2016 |  Von  |  News
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Kolibakterien gehören zum menschlichen Leben. Viele Arten davon sind in unserer Darmflora zu finden und menschliche Verdauung würde ohne sie nicht funktionieren. Es gibt aber auch Kolibakterien-Stämme, die für uns gefährlich werden können und ein grosses Krankheitsrisiko bedeuten. 

Forscher der University of Edinburgh haben jetzt ein System entwickelt, das mit Computerhilfe solche riskanten Bakterien identifiziert. Dank Maschinenlernen und DNA-Signaturen ist der Computer in der Lage einzuschätzen, ob ein Kolibakterien-Stamm bei Menschen zur Lebensmittelvergiftung führt. Das würde helfen, die Ausbreitung solch gefährlicher Bakterien zu verhindern.

Erkennung könnte für Vorbeugung genutzt werden

Kolibakterien (E. coli) kommen bei Menschen und Tieren im Darm vor. Manche Abarten sind für Menschen potenziell lebensgefährlich, wie die in Rindern vorkommenden und für die Tiere selbst harmlosen Bakterien vom Typ E. coli O157. Das System der Edinburgher Forscher „lernt“ die DNA-Signaturen solcher gefährlichen Bakterienstämme. Dadurch ist die Software in der Lage, bei Proben von Tieren abzuschätzen, ob darin gefundene Bakterien ein Gesundheitsrisiko darstellen.

„Die gefährlichsten E.-coli-O157-Stämme dürften unseren Ergebnissen zufolge bei Rindern sehr selten sein, was beruhigend ist“, meint David Gally, Professor für Mikrobielle Genetik. Weniger als zehn Prozent dürften überhaupt Erkrankungen auslösen. Wenn das System in einer von Rindern stammenden Probe solche genetisch verdächtigen Bakterien findet, wäre es zum Beispiel möglich, bei der betroffenen Herde mit Impfungen gegen die Gefahrenquelle vorzugehen.

Auch bei Salmonellen und Campylobacter

Wenngleich sich die Forscher zunächst auf Kolibakterien konzentriert haben, gehen sie davon aus, dass der DNA-Lernansatz auch auf andere Bakterien übertragbar ist. Es wäre also denkbar, auch bei anderen von Tieren auf Menschen übertragbaren Erregern besonders gefährliche Stämme frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Konkret nennen die Forscher Salmonellen und Campylobacter.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: Symbolbild © sanjeri – istockphoto.com



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