„Informationssystem Allianz Bau“ soll für fairen Wettbewerb sorgen

03.10.2016 |  Von  |  News
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Dem Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) engagiert sich für einen fairen Wettbewerb in der Baubranche. Daher wird die Einführung eines „Informationssystems Allianz Bau“ gefördert. Damit könnte die Kontrollen in der gesamten Baubranche harmonisiert werden.

Auch die Arbeitssituation und die Identität jedes Bauarbeiters könne dann vor Ort überprüft werden. Dies erklärte SBV-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi am Mittwoch, anlässlich der Delegiertenversammlung des Verbandes in Lugano.

Die grösste Schwierigkeit bei der Kontrolle von Baustellen, auf welchen verschiedenste Unternehmen tätig sind, sei oft die verlässliche Feststellung der Identität der Arbeitenden. Mit dem neuen «Informationssystem Allianz Bau» wird deshalb eine Datenplattform geschaffen, auf der die benötigen Angaben zur Person, dem Arbeitgeber und weitere unabdingbare Informationen über die Arbeits- und Lohnsituation eingespeist und im Bedarfsfall abgerufen werden können.

Sobald von einem Mitarbeiter sämtliche verlangten Daten vorhanden sind, wird ihm ein fälschungssicherer Ausweis zugestellt. Diesen muss er auf der Baustelle auf sich tragen, was es den Kontrolleuren der paritätischen Kommissionen und der Arbeitsinspektorate erlaubt, ihre Abklärungen im Hinblick auf allfällige Unregelmässigkeiten rasch und unkompliziert vorzunehmen. Zudem können die Arbeitgeber und Bauherren jederzeit verlässliche Erstkontrollen auf ihren Baustellen vornehmen. Allein damit werde der grösste Teil allfälliger Missbräuche bereits verhindert, betonte Gian-Luca Lardi.

Zur Realisierung dieses Kontrollsystems ist es dem Schweizerischen Baumeisterverband gelungen, die wichtigsten Akteure der Schweizer Bauwirtschaft an einen Tisch zu bringen. Es sind dies die Branchenverbände des Bauhaupt- und des Ausbaugewerbes, die Generalunternehmer, die Gewerkschaften Syna und  Baukader Schweiz sowie die öffentlichen Bauherren und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).

Vor den Medien sicherte auch die Tessiner Sektion des Baumeisterverbands dem SBV-Zentralpräsidenten volle Unterstützung für das Projekt zu. Angesichts seiner geografischen Lage sei das Tessin bekanntermassen mit problematischen Situationen im Rahmen seiner Kontrollen konfrontiert, sagte Mauro Galli, der Präsident des Tessiner Baumeisterverbands. Galli sprach insbesondere  jene 650’000 Arbeitstage an, die von Bauarbeitern geleistet werden, die nur gelegentlich zur Arbeit auf Tessiner Baustellen über die Grenze kommen. Das von ihnen geleistete Arbeitsvolumen entspreche insgesamt 1100 Vollzeitstellen. Vor allem aus diesen Gründen hat das Tessin sich dazu bereit erklärt, sich als Pilotkanton zur Verfügung zu stellen, um das Ausweis-Projekt vorwärtszubringen, erklärte Mauro Galli.

 

Artikel von: SBV Schweiz. Baumeisterverband
Artikelbild: © AzmanL – shutterstock.com



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