Pratteln, Schweizerhalle: Chemieereignisse ziehen Strafuntersuchung nach sich

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Am Mittwochabend, 5. Oktober 2016, sowie am Donnerstagvormittag, 6. Oktober 2016, kam es zu Ereignissen bei einer Chemiefirma in Pratteln (Schweizerhalle), welche die Intervention der Ereignisdienste notwendig machten.

Bei beiden, in Zusammenhang stehenden Ereignissen trat Chlor (gasförmig) aus dem Produktionssystem aus. Während beim Ereignis vom Mittwochabend niemand verletzt wurde, mussten nach dem Ereignis vom Donnerstagvormittag insgesamt sechs Personen einer medizinischen Kontrolle zugeführt werden.

Alle betroffenen Personen konnten noch am selben Tag wieder nach Hause zurückkehren. Die beiden Ereignisse beschränkten sich weitgehend auf das Innere des betroffenen Gebäudes, eine Gefährdung für Mensch und Umwelt bestand aufgrund der durchgeführten Messungen nicht. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

Am Mittwochabend, 5. Oktober 2016, kam es in einer Chemiefirma an der Düngerstrasse in Pratteln (Schweizerhalle) zu einer Havarie (s.a. Polizeimeldung vom 6. Oktober 2016). Aufgrund eines Lecks im System trat eine unbekannte Menge an Chlor (gasförmig) aus. Das Ereignis beschränkte sich weitgehend auf das Innere des Gebäudes. Vor Ort durchgeführte Messungen ergaben, dass für Mensch und Umwelt keine Gefährdung bestand. Verletzt wurde bis zu diesem Zeitpunkt niemand.

Erneuter Einsatz notwendig

Am Donnerstagvormittag, 6. Oktober 2016, betraten drei Mitarbeitende der Polizei Basel-Landschaft zur Durchführung von Ermittlungshandlungen die Räumlichkeiten, in denen sich die Havarie am Vorabend ereignet hatte. Dies, nachdem das Gebäude durch den Betrieb zum Betreten frei gegeben worden war. Begleitetet wurden die drei Polizisten von drei Mitarbeitenden der betroffenen Chemiefirma. Während dem Aufenthalt stellten die sechs Personen fest, dass offenbar noch immer Chlor aus dem System entweicht und verliessen das Gebäude umgehend. Alle sechs Personen wurden sofort einer medizinischen Kontrolle zugeführt, konnten aber noch gleichentags wieder nach Hause zurückkehren.

Dieser erneute Austritt von Chlor löste einen weiteren Einsatz der Ereignisdienste vor Ort aus. Das am Vorabend offenbar unentdeckt gebliebene Leck konnte in der Folge geschlossen werden. Die umgehend durchgeführten Messergebnisse im Gebäudeinnern ergaben, dass die zulässige maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) um das Zweifache erhöht war. Die Aussenwelt war von diesem zweiten Ereignis nicht betroffen. Den bisherigen Ermittlungsergebnissen zufolge kann ein Defekt an den betroffenen Anlagen als Ursache für das Leck ausgeschlossen werden. Im Fokus der Ermittlungen steht vielmehr menschliches Versagen.

Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet. Weitere Angaben sind derzeit nicht möglich.

 

Meldung von: Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft
Symbolbild: © Cylonphoto – shutterstock.com

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