Zoo Basel – engagiert für den neuen Säugetieratlas

11.10.2016 |  Von  |  Tierwelt
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Ein neuer Atlas erfasst alle aktuell verfügbaren Informationen zu den Säugetieren in der Schweiz und Liechtenstein. Die Schweizer sind aufgerufen, jede Beobachtung auf www.wildenachbarn.ch einzutragen. Nur so ist es möglich, ein vollständiges Bild zu erhalten.

Der Zoo Basel wirkt bei der Erstellung des Atlas mit. Er hilft als Kompetenzzentrum bei der Aktualisierung und bestimmt im Zweifel Tiere. Wichtig ist jede Beobachtung auch von kleinen Säugetieren. Hat die Katze eine Maus gefangen oder findet man ein totes kleines Säugetier, welches sich nicht genau identifizieren lässt, packt man es am besten in ein Plastiksäckchen, friert es ein oder bringt es sofort in den Zoo Basel.

Säugetiere beschäftigen den Menschen schon seit Jahrtausenden, sei es als Beutetiere, Konkurrenten sowie Nutz- und Haustiere. Trotzdem kennt die breite Bevölkerung nur wenige der rund 90 wildlebenden Säugetierarten. Die Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie SGW-SSBF möchte das ändern und lanciert einen neuen Säugetieratlas der Schweiz und Liechtensteins.

Warum ein neues Atlas-Projekt?

Seit der Herausgabe des letzten Atlas 1995 hat sich die Verbreitung vieler Arten markant geändert. Bei der genetischen Artbestimmung ist zudem ein Quantensprung passiert, welcher sich in neuen Arten und einer zuverlässigen Unterscheidung schwierig bestimmbarer Arten ausgewirkt hat.

Eine Arbeitsgruppe aus Fachpersonen aus der ganzen Schweiz und Liechtensteins ist deshalb daran, einen neuen Atlas zu realisieren. Gleichzeitig soll das Atlasprojekt aktuelle Standards in der Säugetierbiologie setzen, eine Grundlage für Naturschutz und Lehre darstellen, die Säugetierforschung in der Schweiz stimulieren und junge Fachpersonen langfristig für diese bedeutenden Artengruppen gewinnen.


Der Zoo Basel wirkt bei der Erstellung des Atlas mit. (Bilder: Zoo Basel)


Aufruf zum Mitmachen

Die Öffentlichkeit soll in die Datenerfassung einbezogen werden. So können gleichzeitig Wissenslücken gefüllt und breite Bevölkerungskreise für Säugetieranliegen und die Erhaltung der Biodiversität sensibilisiert werden. Jede Person, welche ihre Wildtier-Beobachtungen auf www.wildenachbarn.ch registriert, trägt zum neuen Säugetieratlas bei. Auch Fotos können beim Melden einer Beobachtung auf die Webseite geladen werden. Alle Fotografen nehmen automatisch an einem Fotowettbewerb teil.

Mäuse, Bilche, Maulwurf oder Spitzmaus? Unsere einheimischen kleinen Säugetiere sind teilweise schwierig zu bestimmen. Deshalb können gefundene tote Kleinsäuger in einen Plastiksack verpackt im Zoo Basel an der Hauptkasse abgegeben werden. Wichtig ist, den Fundort genau zu notieren, ohne diesen ist der Fund wertlos.

Die Funde werden nach Möglichkeit gleich bestimmt oder sonst, für die spätere Bestimmung durch Experten, eingefroren und gesammelt. Auf Wunsch erhalten die Finder Rückmeldung, um welche Art es sich bei Ihrem Fund gehandelt hat.

 

Artikel von: Zoo Basel
Artikelbild: © Zoo Basel



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