Helvetas plant Wiederaufbau nach dem Wirbelsturm in Haiti

13.10.2016 |  Von  |  News
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Im Oktober fegte der Wirbelsturm „Matthew“ mit Windgeschwindigkeiten bis zu 230 Stundekilometern über Haiti.

Weite Teile Haitis wurden dabei verwüstet und die Lebensgrundlagen der Menschen wie Häuser, Infrastruktur, Ernten, Viehbestände und Wälder zerstört.

Helvetas plant bereits den Wiederaufbau und stellt für die Nothilfe in Haiti 250‘000 Franken zur Verfügung.

Noch immer lässt sich das Ausmass der Katastrophe nicht genau beziffern. Schätzungen gehen von mittlerweile über 1000 Toten und mehr als 60’000 Obdachlosen aus. Gemäss der humanitären Organisation der UNO (OCHA) benötigen 1.4 Millionen Menschen Hilfe.

Sauberes Trinkwasser und Saatgut

Helvetas ist im ärmsten Land Lateinamerikas seit über dreissig Jahren mit Entwicklungsprojekten in abgelegenen Regionen tätig, wo sie sich auch nach dem Erdbeben von 2010 bereits im Wiederaufbau engagiert hatte. Unter anderem in Verrettes, nördlich von Port-au-Prince bzw. Belle-Anse im Südosten des Landes, wo jetzt die Nothilfe angelaufen ist.

Dort kann sich Helvetas auf eine eingespielte Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Behörden abstützen. In einer ersten Phase verteilen sie Wasserdesinfektionsmittel und Hygieneartikel und klären die Bevölkerung über die Krankheitsrisiken auf.

„Mit gezielten Nothilfe-Massnahmen wollen wir den Ausbruch einer Cholera-Epidemie verhindern“, erklärt Swan Fauveaud, Landesdirektorin von Helvetas in Haiti. „Damit die Menschen bald wieder ihre Äcker bestellen können, erhalten sie von Helvetas auch Werkzeuge und Saatgut.“

Wiederaufbau schafft Einkommen

Helvetas plant auch schon den Wiederaufbau: instabile Hänge müssen mit Terrassierungen gesichert werden, um weitere Verwüstungen zu verhindern. Ausserdem will Helvetas auch lokale Zugangsstrassen reparieren.

Für diese Aktivitäten werden die Bewohner aus den Projektgebieten angestellt („Cash for Work“). „Für Helvetas ist wichtig, dass die Menschen den Wiederaufbau selber an die Hand nehmen“, sagt Faveaud. Mit dem Einkommen können sie lebensnotwendige Güter erwerben.

 

Artikel von: Helvetas
Artikelbild: © Stephen Finn – shutterstock.com

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