Klare Position: Überparteiliches Komitee „NEIN zur Ausstiegsinitiative“

19.10.2016 |  Von  |  News, Politik
Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!
Jetzt bewerten!

Das überparteiliche Komitee „NEIN zur Ausstiegsinitiative“ repräsentiert ein breites politisches Bündnis, das sich gegen einen schnellen Atomausstieg der Schweiz wendet. Sie begründet dies mit der Gefährdung der sicheren Stromversorgung im Land und den Negativ-Effekten durch den verstärkten Import klimaschädlich erzeugten Stroms.

Die Atomausstiegsinitiative wird daher entschieden abgelehnt. Im Einzelne führt das Komitee aus:

„Entgegen dem Initiativtitel und der Behauptungen der Initianten, dass der Atomausstieg problemlos per sofort möglich ist, ist die breite Allianz aus CVP, SVP, FDP, BDP und der kantonalen Energiedirektorenkonferenz überzeugt, dass die Initiative einen chaotischen und ungeordneten Atomausstieg bringt. Mit der Initiative müssten bereits 2017 drei der fünf Schweizer Kernkraftwerke abgeschaltet werden.

Gegen weniger Versorgungssicherheit und Netzstabilität

Durch das überhastete Abschalten von drei Kernkraftwerken im nächsten Jahr würden bereits im nächsten Winter 15 Prozent der Stromproduktion fehlen. Dies entspricht dem Bedarf von 1.6 Millionen Haushalten. Es braucht viel Zeit, um die Netzinfrastruktur den neuen Herausforderungen technisch anzupassen. Auch hier führt die Initiative zu chaotischen und ungeordneten Zuständen, statt die Netzstabilität zu garantieren.

Gegen mehr Kohlestrom und Auslandsabhängigkeit

Der Schweizer Strom-Mix ist heute dank der hohen Anteile aus Wasserkraft und Atomkraft sehr emissionsarm und somit ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Klimapolitik. Mit der chaotischen Sofortabschaltung würde aus den Schweizer Steckdosen bereits ab 2017 Kohlestrom aus Deutschland oder Atomstrom aus Frankreich fliessen. Die Initiative schadet demnach der Umwelt und verlagert die Verantwortung ins Ausland.

Gegen Milliarden-Zusatzkosten

In der Schweiz können Kernkraftwerke heute so lange betrieben werden, wie sie sicher sind. Eine rein ideologisch motivierte Laufzeitbeschränkung festzulegen ist willkürlich, denn das Alter sagt nichts über den Zustand und die Sicherheit des Werks aus. Die Betreiber haben in den vergangenen Jahren massive Investitionen in die Sicherheit der Kraftwerke getätigt. Hinzu kommen massive Kosten für den vorzeitigen Neu- und Ausbau von Kraftwerken und ungedeckte Kosten für die Stilllegung- und Entsorgung – die Steuerzahlenden würden also gleich mehrfach zur Kasse gebeten.“

 

Artikel von: Überparteiliches Komitee „NEIN zur Ausstiegsinitiative“
Artikelbild: © Überparteiliches Komitee „NEIN zur Ausstiegsinitiative“

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.

Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Ihr Kommentar zu:

Klare Position: Überparteiliches Komitee „NEIN zur Ausstiegsinitiative“

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.